Abschied vom FSJ

Lea Defren, Anne-Sophie Joos-Arp und Vanessa Ballon (v.l.n.r.) verabschieden sich nach einem spannenden Jahr aus der Kunsthalle Mannheim. (Bild: Kunsthalle Mannheim)

Lea Defren, Anne-Sophie Joos-Arp und Vanessa Ballon (v.l.n.r.) verabschieden sich nach einem spannenden Jahr aus der Kunsthalle Mannheim. (Bild: Kunsthalle Mannheim)
Abschied vom FSJ
13.08.21
Leon Kaessmann

Autorinnen: Vanessa Ballon, Lea Defren und Anne-Sophie Joos-Arp

Der Countdown läuft, unser Freiwilliges Soziales Jahr neigt sich dem Ende zu. Wir blicken zurück auf ein Jahr in der Kunsthalle Mannheim.

Frisch aus der Schule freuten wir uns auf das, was uns erwarten sollte. Anfangs fiel es schwer, uns an den neuen Arbeitsalltag zu gewöhnen, doch schon bald entwickelten wir eine Routine. Wir fühlten uns sicherer in unseren Aufgaben und kannten bald die weitläufige Architektur in und auswendig. Heute kommt es uns vor, als wäre das Alles erst gestern gewesen, doch heute, fast 12 Monate später, merken wir, wie sehr wir an den Herausforderungen gewachsen und gereift sind.

Auch, wenn zum jetzigen Zeitpunkt vielleicht noch unklar ist, wo es uns beruflich einmal hin verschlägt, war das Jahr ein wichtiger Schritt in unserer persönlichen Entwicklung. Die Fähigkeit, im Team zu arbeiten, Kompromisse eingehen zu lernen und selbstständig Verantwortung für das eigene Schaffen zu übernehmen, sind nur ein kleiner Teil dessen, was wir mitnehmen dürfen. Der exklusive Einblick in die Arbeitsweise einer institutionellen Organisation wie der Kunsthalle, hat bei jeder von uns Dreien sicherlich unterschiedliche, aber in jedem Fall prägende Eindrücke hinterlassen.

Häufig haben wir uns die Frage gestellt: Würden wir das FSJ Kultur weiterempfehlen?
Ja, auf jeden Fall! Durch unsere unterstützende Arbeit an Ausstellungen in den Bereichen Kommunikation und Marketing, sowie der Kunstvermittlung und durch das alltägliche Leben des Hauses, von dem wir ein Teil wurden, haben sich unser Horizont und unser kulturelles Verständnis erweitert. Wir haben neue Künstler*innen kennengelernt und an deren Werken Gefallen gefunden. Besonders durch die Corona-Pandemie wurde deutlich, welchen (emotionalen) Stellenwert Kulturangebote innerhalb der Gesellschaft einnehmen und wie wichtig das Verständnis dafür ist. Nach diesem aufregenden Jahr ist uns bewusst geworden, wie viel man der Gesellschaft mit der Arbeit innerhalb einer Kulturinstitution zurückgeben kann. Gerade Kunst- und Kulturliebenden bietet das kulturelle Jahr also die Möglichkeit, persönliche Interessen und Beruf miteinander zu verbinden. Aus der Dankbarkeit, die wir von Besucher*innen erfahren durften, kann Jede und Jeder Einzelne schöpfen. Dieses Jahr brachte also nicht nur eine individuelle Entfaltung mit sich, sondern bot uns auch die Möglichkeit einen viel größeren, gesellschaftlichen Beitrag zu leisten.

In diesem Sinne wünschen wir unseren Nachfolger*innen einen erfolgreichen Start und ein lehrreiches, abwechslungsreiches Jahr. Möget ihr ebenso viel erfahren und an euren alltäglichen Aufgaben und Herausforderungen wachsen, wie wir. Lasst euch inspirieren von anderen Menschen und der Kunst – wir können viel voneinander und miteinander lernen. Wir, Vanessa, Lea und Anne-Sophie, verabschieden uns mit einem großen Dankeschön an Alle, die uns auf unseren Wegen begleitet und unterstützt haben.

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