Symposium - Kosmos Kiefer: Material, Begriffe, Rezeption

Anselm Kiefer (*1945) ist einer der bekanntesten deutschen Künstler der Nachkriegszeit. Sein umfangreiches und vielschichtiges Werk setzt sich mit der deutschen Geschichte, der Verbindung von jüdischer und christlicher Tradition und den Medien der Erinnerungskultur auseinander. Die Sonderausstellung „Anselm Kiefer“ in der Kunsthalle Mannheim zeigt Werke aus der Sammlung Grothe, die mehr als 30 Jahre künstlerisches Schaffen repräsentieren. Zu den typischen Werkstoffen des international renommierten Künstlers zählen neben Ölfarbe und Schellack die Materialien Asche, Blei, Beton, Pflanzen und Kunstharz. Die zumeist großformatigen Gemälde und Skulpturen zeigen Kiefers intensive Auseinandersetzung mit existenziellen Fragestellungen, menschlichen Katastrophen und der Möglichkeit der Versöhnung.

 

Im Rahmen der Ausstellung in der Kunsthalle Mannheim wird das Symposium Anselm Kiefers Werk aus der Perspektive der jüngsten Forschung beleuchten. Neben der Präsentation der Werke soll die transdisziplinäre Arbeit vergleichender und kritischer Studien aus den Bereichen der Kunstgeschichte, Literatur- und Kulturwissenschaft, Geschichts- und Politikwissenschaft, Erinnerungskultur, Theologie oder Kunstpädagogik vorgestellt werden. Mittels eines Open Calls konnten sowohl etablierte als auch Nachwuchswissenschaftler*innen ausgewählt werden, die somit einen Beitrag zur aktuellen und internationalen Rezeptionsgeschichte von Anselm Kiefer leisten.

 

Programm:

 

9:45 Uhr Einloggen & Rezeption

 

10:00 Uhr Begrüßung: Johan Holten, Direktor der Kunsthalle Mannheim, Dr. Sebastian Baden, Kurator der Ausstellung „Anselm Kiefer“, Dörte Ilsabe Dennemann, Programmkuratorin

 

10:15 Uhr „Untergehen, das heißt: zum Höchsten aufsteigen“ Fragmente geladener Vergangenheit im Werk von Anselm Kiefer und Tadeusz Kantor. Dr. Klaus Dermutz

 

10:45 Uhr Mud, ashes and cosmos: Anselm Kiefer’s books and the monumental. Dr. Isabelle Le Pape

Head of Art Department, Bibliothèque nationale de France, Paris

 

11:15 Uhr Anselm Kiefer. Material, Begriffe, Rezeption. Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Andreas Beyer, Universität Basel, Prof. Dr. Klaus Gallwitz, Karlsruhe, ehem. Direktor des Städelschen Kunstinstituts Frankfurt am Main, Dr. Esther Graf, Judaistin, Mitinhaberin der Agentur für jüdische Kultur und Mitglied des Vorstandes der jüdischen Gemeinde Mannheim sowie Dr. Harriet Häußler, freie Kunsthistorikerin, Berlin

 

12:15 Uhr Pause

 

13:00 Uhr Résurrection à La Tourette − Bildtheologische Perspektiven. Dr. Kristin Riepenhoff & Carolin Hemsing M. A., Katholisch-Theologische Fakultät, Arbeitsstelle für Christliche Bildtheorie, Theologische Ästhetik und Bilddidaktik Westfälische Wilhelms-Universität Münster.

 

13:30 Uhr On artistic interpretation of literary heritage: the case of the exhibition

“Anselm Kiefer – for Velimir Chlebnikov”. Nina Danilova, PhD Candidate in Culture Studies, The Lisbon Consortium / The Catholic University of Portugal, Lisbon

                                        

14:00 Uhr „So much history!“ Zum Kiefer-Hype in den USA anlässlich der Ausstellungstournee 1987/88 (Arbeitstitel). Prof. Dr. Hans Dickel (Erlangen/Berlin)

 

14:30 Uhr Ende und Ausblick

 

Die Ausstellung und das Begleitprogramm werden gefördert von Stiftung Kunsthalle Mannheim, Hector-Stiftungen, Verein 321-2021:1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland e.V. und dem Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat.

 

Kurator der Ausstellung: Dr. Sebastian Baden

Programmkuratorin: Dörte Dennemann

Kunsthalle Mannheim

Friedrichsplatz 4

68165 Mannheim

kuma.art

Zielgruppe: Erwachsene
Dauer:
Datum: 12.03.2021