Aus dem Schatten der Familie: Clara Mendelssohn und Fanny Schumann

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Musikalische Akademie des Nationaltheater-Orchesters Mannheim e.V. © Kunsthalle Mannheim; Dietrich Bechtel
Musikalische Akademie des Nationaltheater-Orchesters Mannheim e.V. © Kunsthalle Mannheim; Dietrich Bechtel
Aus dem Schatten der Familie: Clara Mendelssohn und Fanny Schumann
02.11.21
Leon Kaessmann

Live im Atrium: Konzertabend begleitend zur großen Herbstausstellung „MUTTER!“ am 07.11.2021

Felix Mendelssohn und Robert Schumann: zwei Größen, welche in der Musikwelt kaum bekannter sein könnten. Die Namen von Ehefrau Clara Schumann und Schwester Fanny Mendelssohn dürften allerdings – zu Unrecht – einem weniger großen Publikum ein Begriff sein. Die Kunsthalle Mannheim geht allerdings bewusst auf das Werk der beiden Musikerinnen ein: im Rahmen des Begleitprogramms zur aktuellen Sonderausstellung „MUTTER!“.

In der Veranstaltungsreihe LIVE IM ATRIUM veranstaltet die Kunsthalle in Kooperation mit der Musikalischen Akademie des Nationaltheater-Orchesters Mannheim mehrere Kammerkonzerte, die die Ausstellungen musikalisch begleiten. Am 07. November um 19 Uhr steht das Konzert zu „MUTTER!“ auf dem Programm. Anschließend an das Konzert kann die Ausstellung auch besucht werden. Gespielt werden Fanny Mendelssohns Klaviertrio d-Moll op. 11 sowie Drei Romanzen op. 22 und Klaviertrio g-Moll op. 17 von Clara Schumann. Wohl kaum zwei Namen der klassischen Musik sind mit der Emanzipation der Frau so untrennbar verbunden.

Mit dem internationalen Ausstellungsprojekt „MUTTER!“ zeigt die Kunsthalle Mannheim in ihrer großen Herbstausstellung wie unterschiedliche Wahrnehmungen von Mutterschaft in der Kunst – von Alten Meistern, über Werke der frühen Avantgarde bis zur Gegenwart – gespiegelt werden.
Die Ausstellung konzentriert sich jedoch vor allem auf eine Zeit, in der die feministische Bewegung die traditionelle Rolle der Frau in Frage stellt. Vom 20. Jahrhundert mit der Erfindung der Antibabypille und der legalisierten Abtreibung bis hin zu heutigen Rollenkonzepten zwischen biotechnologischen Möglichkeiten und queeren Familienstrukturen, wird das Bild der Mutter im Hinblick auf kulturelle Erwartungen und Normen dargestellt.