Mit dieser Ausstellung setzt die Kunsthalle Mannheim ihr Programm fort, radikale Neupositionierungen der Zeichnung vorzustellen. Gezeigt wird eine große Werkschau des österreichischen Künstlers Constantin Luser, die Zeichnungen, Drahtobjekte und Instrumentenskulpturen umfasst.
Durch die Verknüpfung von Zeichnung, Objekt und Sound überschreitet Luser die Grenzen des konventionellen Zeichnens. Er hinterfragt die Funktion der Linie, wenn sie den zweidimensionalen Bildträger verlässt, den Raum erobert, in Bewegung gerät oder sich wie ein unsichtbarer Klang entäußert.
Der in Wien lebende Künstler verfolgt unterschiedliche Ansätze in der Zeichnung, die er prozesshaft weiterentwickelt. Ausgehend von einem traditionellen Ansatz lässt er seinen Gedanken in Sinne von Disegno – dem ersten, spontan zu Papier gebrachten Einfall – freien Lauf. In weiteren Arbeiten löst sich die Zeichnung vom Trägermaterial Papier, entmaterialisiert sich und besteht weiter als Idee, die sich als reine Linie materialisiert und als dynamisches, sich ständig veränderndes Element in den Vordergrund tritt. Luser greift zu Draht oder Rohren und verbindet diese in der Ausstellung mit räumlichen und akustischen Experimenten. Feingliedrige, fragil und zart anmutende abstrakte Drahtobjekte schweben im Raum und bewegen sich dabei leicht; ihr Schattenspiel verweist auf Perspektivwechsel und die Beweglichkeit des Denkens.
Die Formen gewinnen an körperlicher Präsenz und wachsen zu komplexen Strukturen aus dickeren Rohren heran, die nach innen und außen verweisen. So entstehen Räume, die zwischen innerer Welt und äußerer Wahrnehmung oszillieren. Die Arbeiten machen erfahrbar, wie sich Innen und Außen durchdringen. In der Instrumentenskulptur verdichten sich diese Rohre zu einem vielstimmigen Gefüge. Sie vereint mehrere Stimmen und erzeugt so eine dynamische Synergie. Aus dieser Vielstimmigkeit entsteht eine neue Einheit zwischen Werk, Künstler und Betrachter*innen.
Kuratorin: Dr. Ursula Drahoss
kuratorische Assistenz: Alessia Tardivo
Gefördert durch:
Ausstellungskatalog
Constantin Luser
Form, Sound & Stille
Erscheinungsjahr: 2025
Verlag: VfmK - Verlag für moderne Kunst GmbH
Herausgeber*innen: Ursula Drahoss und Johan Holten
Mit Texten von Ursula Drahoss, Jan-Philipp Fruehsorge und Johan Holten
dt./engl. / 54 Seiten / 46 Farbabbildungen
Preis im Museumsshop: 23,00 Euro
Trailer
Audioguide
Dauer: ca. 30 Minuten
Im Audioguide begleiten uns der Künstler Constantin Luser und die Kuratorin Dr. Ursula Drahoss durch die Ausstellung. Lusers Erzählungen geben wertvolle Einblicke in seine Arbeits- und Denkweise, während die Stimmen von Vibrosaurus und Trompetman den Übergang von Linie zu Sound hörbar machen.
Programm
Überblicksführung "Constantin Luser – Form, Klang & Stille"
Information zum Termin
Mit dieser Ausstellung setzt die Kunsthalle Mannheim ihr Programm fort, radikale Neupositionierungen der Zeichnung vorzustellen. Gezeigt wird eine große Werkschau des österreichischen Grafik- und Installationskünstlers Constantin Luser, die Zeichnungen, Drahtobjekte und Instrumentenskulpturen umfasst.
Durch die Verknüpfung von Zeichnung, Objekt und Sound überschreitet Luser die Grenzen des konventionellen Zeichnens. Er hinterfragt die Funktion der Linie, wenn sie den zweidimensionalen Bildträger verlässt, den Raum erobert, in Bewegung gerät oder sich wie ein unsichtbarer Klang äußert.
Spätestens seit seinem performativen Zeichenauftritt auf der Art Basel im Jahr 2005 nimmt Constantin Luser eine zentrale Position in der zeitgenössischen Kunst ein. Mit seinen Wand- und Raumzeichnungen überschreitet er konsequent die Grenzen der Zeichnung. Die Kunsthalle Mannheim präsentiert Lusers grafisches Werk in seiner ganzen Bandbreite – vom intimen Skizzenbuch über interaktive Soundzeichnungen bis hin zu monumentalen Instrumentenskulpturen.
Was wir wollen – Kunst und Demokratie für Kinder | Ferienworkshop zweitägig 18. + 19.02.26
Information zum Termin
Ferienworkshop für Kinder von 8 bis 10 Jahren
zweitägig 18. + 19.02.26, jeweils 10-15 Uhr
Die „Demokratietrompete“ im Parlament von Österreich und in der Kunsthalle Mannheim erinnert daran, dass in einer Demokratie alle ihre Meinung sagen dürfen. Wieso abstimmen, teilen und alle einschließen wichtige Ideen sind, damit wir in einer Gemeinschaft gut zusammenleben können, finden wir in diesem Workshop zur Kunst von Constantin Luser heraus. Im Atelier gestalten wir Kunstwerke – einzeln und in der Gruppe – und probieren demokratische Ideen mit Farbe, Schere und Papier aus.
Constantin und der Trompetensaurier – Kunst mit Musik | Ferienworkshop zweitägig 18. + 19.02.26
Information zum Termin
Ferienworkshop für Kinder von 6 bis 7 Jahren
zweitägig 18. + 19.02.26, jeweils 10-15 Uhr
Der Künstler Constantin Luser hat aus Trompeten und Posaunen, Tuba und Waldhorn einen riesengroßen Saurier gebaut. Und wenn man kräftig reinpustet, fängt der Blech-Saurier an zu tröten und zu plärren, dass es schallt. Auf unserem Weg durch das Museum lernen wir so einige Kunstwerke kennen, in denen Musik steckt. Bei der künstlerischen Arbeit im Atelier erschaffen wir klingelnde, klappernde und tutende Kunst und musizieren dann damit. Tätärätätä!
Überblicksführung "Constantin Luser – Form, Klang & Stille"
Information zum Termin
Mit dieser Ausstellung setzt die Kunsthalle Mannheim ihr Programm fort, radikale Neupositionierungen der Zeichnung vorzustellen. Gezeigt wird eine große Werkschau des österreichischen Grafik- und Installationskünstlers Constantin Luser, die Zeichnungen, Drahtobjekte und Instrumentenskulpturen umfasst.
Durch die Verknüpfung von Zeichnung, Objekt und Sound überschreitet Luser die Grenzen des konventionellen Zeichnens. Er hinterfragt die Funktion der Linie, wenn sie den zweidimensionalen Bildträger verlässt, den Raum erobert, in Bewegung gerät oder sich wie ein unsichtbarer Klang äußert.
Spätestens seit seinem performativen Zeichenauftritt auf der Art Basel im Jahr 2005 nimmt Constantin Luser eine zentrale Position in der zeitgenössischen Kunst ein. Mit seinen Wand- und Raumzeichnungen überschreitet er konsequent die Grenzen der Zeichnung. Die Kunsthalle Mannheim präsentiert Lusers grafisches Werk in seiner ganzen Bandbreite – vom intimen Skizzenbuch über interaktive Soundzeichnungen bis hin zu monumentalen Instrumentenskulpturen.