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© Kunsthalle Mannheim/ Constantin Meyer
Einblick in den Neubau der Kunsthalle Mannheim
© Kunsthalle Mannheim/ Constantin Meyer
© Kunsthalle Mannheim/ Constantin Meyer

Ausstellungsvorschau 2019/20

01.03.19 bis 02.10.20

Große Frühlingsausstellung
Henri Laurens – Wellentöchter
01. März 2019 bis 16. Juni 2019
Kuratorin: Dr. Ulrike Lorenz
Kuratorische Assistenz: Anne-Sophie Pieper, M.A.
Eine Kooperation mit dem Gerhard-Marcks-Haus, Bremen.

Henri Laurens (1885–1954) gilt als der bedeutendste französische Bildhauer der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er gehörte zum Kreis der Kubisten um Georges Braque und den ungleich bekannteren Spanier Pablo Picasso. Wie dieser wandte sich Laurens in den 1920er Jahren wieder einer organischen Formensprache zu und blieb fortan der figürlichen Darstellung treu. Die monographische Ausstellung "Henri Laurens – Wellentöchter" in der Kunsthalle spürt plastischen wie thematischen Hauptaspekten im Gesamtwerk des Künstlers nach. Um "La Sirène" (Große Sirene, 1945, Bronze) aus der eigenen deutschlandweit gerühmten Skulpturensammlung gruppieren sich ausgewählte Werke der frühen und reifen Schaffensphase sowie Zeichnungen, Collagen und Druckgraphiken.

Gefördert durch die Stadt Mannheim, die H.W. & J. Hector Stiftung und die
VR Bank Rhein-Neckar e.G.


Box #3: Mwangi Hutter
Kurator: Dr. Sebastian Baden

Der menschliche Körper – meistens der eigene – ist häufig Ausgangspunkt der Arbeiten von Mwangi Hutter. Das Künstlerpaar hat eine gemeinsame Identität entworfen, mit der Fragen zur Wahrnehmung von Gender, Kultur, Ethnizität und sozialer Distinktion gestellt werden. Für die Kunsthalle Mannheim entwickeln Mwangi Hutter eine Drei-Kanal-Videoinstallation mit Skulptur, die im Zusammenspiel dynamische Bewegung und bedrohliche Erstarrung einander gegenübersetzt. Die Arbeit "Schwarz, Rot, Gold?" (2018/2019) bezieht sich auf die Euphorie und Rhythmik des Tanzes; sie zeigt aber auch den Körper als sensible Hülle, dessen Hautfarbe eine Projektionsfläche für Abgrenzung und Vorurteile abgibt. Sichtbares und Verdecktes, undefinierte Geschlechtlichkeit und unheimliches Begehren, Stille und kraftvolle Melodien kommen in der Installation zusammen.


In der Graphischen Sammlung
Beschlagnahmt! Rückkehr der Meisterblätter
22. März 2019 bis 23. Juni 2019
Eröffnung: 21. März 2019, 19 Uhr
Kuratoren: Dr. Thomas Köllhofer, Dr. Mathias Listl

Als eine der ersten Bürgersammlungen der Klassischen Moderne war die Kunsthalle von den Enteignungsaktionen des nationalsozialistischen Regimes besonders hart betroffen. Seit Juni 2018 werden die Ergebnisse der seit sechs Jahren mit wissenschaftlicher Akribie vorangetriebenen Provenienzforschung in einer Ausstellung vorgestellt. Nun nimmt die Graphische Sammlung das wichtige Thema auf und ergänzt es mit einer eigenen Sonderausstellung. Von den weit über 500 Blatt beschlagnahmter Original- und Druckgraphik befinden sich knapp 40 Werke in anderen öffentlichen Sammlungen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Die Schau führt dem Publikum mit herausragenden Blättern die einstige Qualität und Fülle der Mannheimer Sammlung vor Augen.

Gefördert durch die Ernst von Siemens Kunststiftung.


Kubus 3
Heinz Emigholz
29. März 2019 bis 23. Juni 2019
Kuratorin: Dr. Ulrike Lorenz

Der Filmpionier und Zeichner Heinz Emigholz (*1948) begleitete die Entstehung des Neubaus der Kunsthalle Mannheim in einem ungewöhnlichen, filmischen Langzeit-Porträt. Sein Film "Years of Construction – Baujahre [2013 – 2018]" wird ab Ende März zum ersten Mal im Neubau der Kunsthalle Mannheim als räumliche Film-Installation präsentiert. Der zweite Teil der Ausstellung zeigt große Abschnitte der Zeichen- und Schriftserie "Die Basis des Make-Up [1974 – 2019]" von Emigholz. Sie wurde zuletzt 2007 im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart in Berlin gezeigt.

Heinz Emigholz studierte in Hamburg Philosophie und Literaturwissenschaft. 1978 gründete er die Filmfirma Pym Films. Nach Arbeitsjahren in New York, baute er 1993-2013 die Sektion Experimentelle Filmgestaltung an der Universität der Künste Berlin auf. Seit 2012 ist der mit internationalen Filmpreisen ausgezeichnete Künstler Mitglied in der Akademie der Künste in Berlin.

Gefördert durch die H.W. & J. Hector Stiftung.
 

Neue Sammlungspräsentation
Manet. Die Ankaufsgeschichte
29. März 2019 bis 17. November 2019
Eröffnung Kubus 1: 28. März 2019
Kuratorin: Dr. Inge Herold

"Die Erschießung Kaiser Maximilians" (1868-69) von Edouard Manet (1832–1883) bildet das Herzstück der Mannheimer Sammlung. Angekauft wurde das zweieinhalb auf drei Meter große Historiengemälde bereits 1910 unter Fritz Wichert mit Hilfe der finanziellen Unterstützung von neun Mannheimer Bürger*innen. Der Gründungsdirektor der Kunsthalle Mannheim verfolgte ambitionierte Visionen für das Museum und seine Sammlung. Allen Anfeindungen zum Trotz setzte er von Anfang an auf französische Kunst. Den Auftakt und gleichzeitig Höhepunkt seiner Ankäufe stellt Manets „Erschießung Kaiser Maximilians“ dar. Der Kauf entfachte damals heftigen Streit und Wichert wurde vor allem von Kritikern aus nationalistischen Kreisen angefeindet.


Neue Sammlungspräsentation
Michel Majerus
29. März 2019 bis 15. März 2020
Eröffnung Kubus 2: 28. März 2019
Kurator: Dr. Sebastian Baden

Michel Majerus vermischt in seinen monumentalen Arbeiten die Bildwelt der 1990er Jahre mit expressiven Malgesten. In "Unexpected Disaster" (1999) sind es abstrakte Formen und wilde Pinselbewegungen auf einem mehr als sieben Meter breiten Grund, die einen riesenhaften Schriftzug umspielen. Er erinnert halb an Graffiti und Jugendkultur, halb an ein Markenlogo. Majerus, der 2002 ums Leben kommt, ist von den kulturellen Zeichen seiner Gegenwart fasziniert. Computerspiele, das beginnende Internetzeitalter, Werbung, Konsum und die alltägliche Bilderflut – alles wird für ihn zum Material. Dabei spielt er mit Zitaten, macht keinen Unterschied zwischen Motiven der Kunstgeschichte und der Warenwelt und nimmt in einer ungeheuren Produktivität Ansätze der Pop Art auf.

In seinen anspielungsreichen Arbeiten kommen aber nicht allein die 1990er Jahre in immer neu kombinierten Versatzstücken zum Ausdruck. Viele seiner Titel – "Unexpected Disaster" ist hier keine Ausnahme – besitzen etwas Doppelbödiges. Die Kehrseite bunter Logos, unbeschwerter Neonfarben und Comiczitate bleibt stets spürbar und mit ihr eine Zeit, die reich an popkultureller Entwicklung, aber auch reich an politischen Konflikten und Umbrüchen war.


Neue Sammlungspräsentation
Baghramian, Hirschhorn, Rist – Zeitgenössische Werke der Sammlung
29. März 2019 bis 06. Oktober 2019
Eröffnung Kubus 4: 28. März 2019
Kurator: Dr. Sebastian Baden

Die knalligen und dynamischen Videos "I’m not the girl who misses much" (1986) und „Pickelporno“ (1992) von Pipilotti Rist und "Fluffing the Pillows" (2912) von Hector Preis-Trägerin Nairy Baghramian treten in einen Dialog mit "The Fire was here" (2013) von Thomas Hirschhorn. Die Konstellation von drei international vielbeachteten künstlerischen Positionen bringt den Diskurs über Formen, Geschlecht, Objektstatus, Identität und Emotion in Schwung.

Die raumgreifende, poetische Skulptur von Baghramian bezieht sich auf die Transformation von Objekten wie Kissen, Haken und Stangen, deren Form den Raum neu dimensioniert. In den Videos von Rist stehen die weibliche Selbstinszenierung und farbige Verfremdungseffekte beim Blick durch das Kameraobjektiv im Zentrum. Dagegen sind in der postapokalyptischen Installation "The Fire was here" von Thomas Hirschhorn neben den sortierten Überresten eines Brandes vier Schaufensterpuppen im weißen Brautkleid zu sehen. Die Objekte sind überklebt von einer Flut von Bildern, die Feuer und Zerstörung rund um die Welt dokumentiert.
 

Box #4
William Engelen
17. Mai 2019 bis 14. Juli 2019
Eröffnung: 16. Mai 2019
Kurator: Dr. Sebastian Baden

Das Schaffen von William Engelen oszilliert zwischen Musik, Bildender Kunst, Happening, Klanginstallation und Performance. Seine ortsgebundenen Arbeiten stellen eine besondere Beziehung zwischen Raum und Klang her. Die musikalischen Werke notiert der Niederländer in der Regel graphisch – und baut auf das Einfühlungsvermögen und die Kreativität der Aufführenden.
 

Große Sonderausstellung
Hector Preis
05. Juli 2019 bis 01. September 2019
Eröffnung: 04. Juli 2019, 19 Uhr
Kurator: Dr. Sebastian Baden

Der diesjährige Hector-Preisträger heißt Hiwa K. Der aus Sulaimaniyya im kurdischen Teil des Irak stammende Künstler (Jahrgang 1975) lebt seit mehr als 20 Jahren in Deutschland und hat mit seinem umfangreichen Werk einen elementaren Beitrag zum interkulturellen Verständnis zwischen der arabischen, kurdischen und europäischen Lebenswelt geleistet.

Seit 1997 vergeben die Kunsthalle Mannheim und die H.W. & J. Hector-Stiftung im dreijährigen Rhythmus den Hector Kunstpreis für zeitgenössische Kunst in Deutschland. Die Auszeichnung fördert Künstler, die in Deutschland leben, zwischen 35 und 50 Jahre alt sind und im dreidimensionalen Bereich der Bildhauerei, Objektkunst, Raum- und Multimediainstallation arbeiten. Damit unterstreicht der Hector Preis den Mannheimer Sammlungsschwerpunkt Skulptur. Er ist mit 20.000 Euro dotiert und mit einer Ausstellung in der Kunsthalle verbunden. Unter den bisherigen Preisträgern waren Alicja Kwade, Nairy Baghramian, Tobias Rehberger, Florian Slotawa und Gunda Förster.

Gefördert durch die H.W. & J. Hector Stiftung.
 

Graphische Sammlung
Amok. Nadine Fecht
19. Juli 2019 bis 13. Oktober 2019
Eröffnung: 18. Juli 2019
Kurator: Dr. Thomas Köllhofer 

 

Box #5
Artist’s Books
26. Juli 2019 bis 15. September 2019
Eröffnung: 25. Juli 2019
Kuratorin: Dörte Ilsabe Dennemann

In den letzten Jahren hat sich das Segment der thematischen und ausstellungsunabhängigen Kunst- bzw. Künstlerbücher stark entwickelt. Eine Vielzahl kleinerer, von Künstler*innen und Kunsthistoriker*innen initiierter Labels, Verlage, Läden und Messen sind entstanden. Die Kunsthalle Mannheim präsentiert in der Box ausgewählte Kunstpublikationen, die diese Entwicklung dokumentieren und neue Bezüge zu den Inhalten des Mannheimer Kunstmuseums herstellen. An einem "Markttag" zu Beginn der Ausstellung werden Künstler*innen und Labels eingeladen, im Atrium ihre Bücher zu präsentieren und zu verkaufen.

 

Große Herbstausstellung
Inspiration Matisse
27. September 2019 bis 19. Januar 2020
Eröffnung: 26. September 2019, 19 Uhr
Kuratoren: Dr. Peter Kropmanns (Paris), Dr. Ulrike Lorenz
Kuratorische Assistenz: Eva-Maria Schütz, M.A.

Farbe, Form, Fläche, Figur und Raum – Matisse, der Meister der malerischen Innovation, brachte um 1905 diese Basiselemente in ein ganz neues Zusammenspiel und stieß mit seinen sinnbild- und zeichenhaften Reduktionen bis an die Grenzen der Abstraktion vor. Der französische Maler, Graphiker und Plastiker Henri Matisse (1869–1954) hat die Kunst des 20. Jahrhunderts nachhaltig geprägt. An einer Auseinandersetzung mit seinem Oeuvre kam kaum ein junger Künstler vorbei, der vom Impressionismus ausgehend neue Wege beschreiten wollte. Matisse blieb bei seiner Suche nach Weiterentwicklung und Verdichtung des künstlerischen Ausdrucks der europäischen Tradition verpflichtet, öffnete sich aber gleichzeitig der orientalischen und fernöstlichen Kunst.

Die Kunsthalle Mannheim präsentiert mit gut 125 ausgewählten Gemälden, Plastiken und graphischen Arbeiten den Pionier der Moderne als einen beispielgebenden „Künstler für Künstler“ im Kreis seiner jüngeren Zeitgenossen: von den französischen Fauvisten über die deutschen Expressionisten bis zu den Schülern der „Académie Matisse“. Neben Landschaftsbildern, darunter berühmte mediterrane Szenen, zeigt die Ausstellung Stillleben, Atelierbilder und Porträts sowie eine Serie von Figuren im Raum und Rückenakten. Höhepunkt und Finale der Schau bilden die berühmten vier lebensgroßen Rückenakte, die zwischen 1909 und 1930 in fortwährender Reduktion des plastischen Ausdrucks entstanden.

Neben Matisse sind André Derain, Georges Braque, Charles Camoin, Kees van Dongen, Raoul Dufy, Henri Manguin oder Albert Marquet sowie Ernst Ludwig Kirchner, Alexej von Jawlensky, August Macke, Gabriele Münter und Max Pechstein vertreten. Einbezogen ist auch die Kunst der deutschen Matisse-Schüler Rudolf Levy, Oskar und Margarete Moll sowie Hans Purrmann und Mathilde Vollmoeller. Die verschiedenen künstlerischen Positionen treten in einen spannungsreichen Dialog und eröffnen neue Perspektiven. Es wird deutlich, dass Matisse formal wie inhaltlich neue Wege wies und zugleich als ein Katalysator für jeweils individuelle künstlerische Befreiungen wirkte.

Die Ausstellung umfasst Leihgaben aus Museen und privaten Sammlungen aus Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Norwegen, Schweden, der Schweiz, Spanien und den USA.

Gefördert durch die Stiftung Kunsthalle Mannheim und die H.W. & J. Hector Stiftung.


John Bock: LiquiditätsAuraAroma
25. Oktober 2019 bis Oktober 2020
Eröffnung Kubus 4: 24. Oktober 2019

John Bock zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Performance- und Videokünstlern. 2013 begeisterte er in der Mannheimer Ausstellung "Nur Skulptur!" mit seiner eindrücklichen Installation "Voll die Beule" und einer Performance, die nicht nur drei Schauspieler, sondern auch Skulpturen aus der Sammlung der Kunsthalle integrierte. Die skulpturale "Summenmutation" dieser Performance wird nun gemeinsam mit der Rekonstruktion der ersten großen Arbeit "LiquiditätsAuraAroma", mit welcher John Bock 1998 auf der Berlin Biennale der internationale Durchbruch gelang, in die Sammlung aufgenommen. Wesentliche Elemente dieser als Filmkulisse und Bühne gestalteten Installation hat der Künstler aufbewahrt und als eigenständiges Werk behandelt. Jetzt werden sie als Teil eines Re-Enactments neu aufbereitet und in einer für die Kunsthalle Mannheim ortsspezifisch eingerichteten Raum-im-Raum Installation gezeigt.


Gustav Seitz. Skulptur
25. Oktober 2019 bis 12. Januar 2020
Eröffnung Kubus 7: 24. Oktober 2019
Zum 50. Todestag des Mannheimer Bildhauers und Zeichners Gustav Seitz (1906-1969) präsentiert die Kunsthalle Mannheim ausgewählte Werke aus der eigenen Sammlung zusammen mit zahlreichen privaten Leihgaben.

Deltabeben
14. November 2019 bis 10. Januar 2021
Eröffnung: 14. November 2019

Ausstellungsvorschau 2020

2. Biennale für aktuelle Fotografie
29. Februar 2020 bis 26. April 2020
Eröffnung: 28. Februar 2020
Die Biennale für aktuelle Fotografie findet alle zwei Jahre in den drei Städten Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen statt. Bei einer internationalen Ausrichtung mit verstärkter Einbindung der Region werden junge zeitgenössische Bildproduktionen und historische Positionen miteinander verschränkt und die Auseinandersetzung mit den Eigenheiten und Veränderungen der Fotografie angekurbelt. Das Konzept der Biennale für aktuelle Fotografie ist einmalig in Deutschland und hat Modellcharakter, weil es Kulturinstitutionen, Förderer und Partner über Stadtgrenzen, auf Länderebene und international vernetzt und als gemeinsames Projekt zu einer Identitätsstiftung beiträgt.
 

Große Sonderausstellung
Anselm Kiefer
15. Mai 2020 bis 06. September 2020
Eröffnung: 14. Mai 2020
Kurator: Dr. Sebastian Baden

Die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte, dem Judentum und den Medien der Erinnerungskultur zeichnet das schwergewichtige Werk von Anselm Kiefer aus. Die weitläufigen Galerien im Erdgeschoss des Neubaus bieten Raum für die oft emotional ergreifenden und durch ihre haptische Materialität überwältigenden Werke dieses international renommierten Ausnahmekünstlers und seiner anspruchsvollen, mythologischen Deutung der Menschheitsgeschichte.

Die große Sonderausstellung, deren Exponate als Leihgabe der Sammlung Grothe in der Kunsthalle Mannheim präsentiert werden, konzentriert sich auf drei wichtige Werkphasen des Künstlers: Von "Sprache der Vögel" (2012) über "Volkszählung (Leviathan)" (1987-89) bis zu "Palmsonntag" (2007) werden großformatige, mehrdimensionale Bilder und Skulpturen gezeigt.
 

Sonderausstellung
Deltabeben
15. November 2020 bis 10. Januar 2021
Eröffnung: 17. Juli 2020
Kuratorin: Dr. Inge Herold

Alle zwei Jahre werden im Wechsel mit dem Wilhelm-Hack-Museum und dem Kunstverein in Ludwigshafen künstlerische Positionen aus allen Gattungen der bildenden Kunst vorgestellt. Das gemeinsame Ausstellungsprojekt von Kunsthalle Mannheim, Kunstverein und Port 25, das 2020 bereits zum sechsten Mal stattfindet, versteht sich als Spiegel der künstlerischen Vielfalt der Metropolregion Rhein-Neckar.

 

Große Herbst-Ausstellung
James Ensor
02. Oktober 2020 bis 24. Januar 2021
Eröffnung: 01. Oktober 2020
Kuratorin: Dr. Inge Herold

Im Zentrum stehen  das 1937 in der Kunsthalle Mannheim beschlagnahmte, heute  in Lüttich befindliche Bild mit Masken- und Todesmotivik , das in den 1950er Jahren als Ersatz erworbene "Stillleben mit Hahn" und das zentrale "Selbstporträt als Skelett", auf dem das Mannheimer Stillleben zu sehen ist. Dazu gesellen sich etwa 40-50 andere internationale Leihgaben zum Motivkreis Selbstbildnis – Maske- Tod – Stillleben, die zeigen, wie eng verflochten diese Thematik in Ensors Oeuvre war. Das Treiben seltsamer Masken, die Begegnung von Masken mit dem Tod – James Ensor hat solch gespenstische Szenen eines "tragischen Karnevals" immer wieder gemalt. Die für Ensor typischen Elemente sind: das Doppelbödige einer trügerischen Realität, Vermummung als Zeichen der Angst, Welt-Ekel und Vanitas-Symbolik. Gleichzeitig entstehen Stillleben in niederländischer Tradition, zum Teil eindringliche Belege großer Peinture, in die Masken und Totenköpfe integriert sind.

Ergänzt wird die Schau durch den 93 Einzelblatt umfassenden Grafikbestand von Ensor in der Kunsthalle mit dem Schwerpunkt auf Landschaftsmotiven, außerdem die Mappe "La Gamme d'Amour", ein Marionettenspiel, dessen Text und Musik Ensor geschrieben und dessen Kostüme und Bühnenbild er entworfen hat. Die Erstaufführung fand 1920 statt.

Erinnert wird mit dieser Präsentation auch an die erste Ensor-Ausstellung in der Kunsthalle im Jahr 1928.

 


Bitte beachten Sie, dass es bei den Laufzeiten zu Änderungen kommen kann.

 

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