Bilder einstürzender Türme – Erinnerung an 9/11: Die Ausstellung „MINDBOMBS“ startet am 10.9., 19 Uhr, mit prominenter Diskussionsrunde zur Erinnerung an 9/11

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Thomas Ruff, jpeg ny01, 2004, C-print © Thomas Ruff, Privatsammlung
Bilder einstürzender Türme – Erinnerung an 9/11: Die Ausstellung „MINDBOMBS“ startet am 10.9., 19 Uhr, mit prominenter Diskussionsrunde zur Erinnerung an 9/11
30.08.21
Leon Kaessmann

20 Jahre ist es her, dass sich die Live-Aufnahmen der einstürzenden Türme des World Trade Centers in unser kollektives Gedächtnis eingebrannt haben. Welchen Einfluss hatte die damalige Krisenberichterstattung aber darauf, wie wir uns heute an die Anschläge des 11. Septembers 2001 erinnern? Die Kunsthalle Mannheim geht zum Auftakt der neuen Ausstellung „MINDBOMBS“ am 10. September 2021, 19 Uhr, dieser Frage nach. Zur Diskussion sind die Journalist*innen Julie von Kessel (ZDF), Sonja Zekri (Süddeutsche Zeitung) und Stephan Weichert (University of Applied Sciences in Hamburg) geladen. Die digitale Veranstaltung leitet die Programmreihe „ABC des Terrorismus“ ein.

Im Gespräch mit dem Kurator der Ausstellung „MINDBOMBS“, Dr. Sebastian Baden, wird die Übertragung der Anschläge von 9/11 in den Blick genommen. Die Diskussion geht Fragen nach, wie z.B. Freund- und Feindbilder in der Krisen- und Kriegsberichterstattung konstruiert werden? Die Journalistin, ZDF-Reporterin und Autorin, Julie von Kessel berichtete damals als ZDF-Reporterin live vor Ort in New York. 2020 veröffentlichte sie ihren Roman „Als der Himmel fiel“ über Familie, Freundschaft und Verrat im New York von 9/11. Sonja Zekri, Journalistin und seit 2020 Kulturkorrespondentin der Süddeutschen Zeitung, hat mehrfach zur Frage „Was ist Terrorismus“?“ sowie über die Veränderungen des Feuilletons seit 9/11 geschrieben. Stephan A. Weichert, seit 2008 Professor für Journalismus und Kommunikationswissenschaft an der University of Applied Sciences in Hamburg, war 2003 Mitherausgeber des Buches „Bilder des Terrors – Terror der Bilder? Krisenberichterstattung am und nach dem 11. September“. Er legte außerdem seine Dissertation zum Thema „Die Krise als Medienereignis“ vor.

20 Jahre nach den Anschlägen des 11. September 2001 und 10 Jahre nach der Entdeckung des NSU widmet die Kunsthalle Mannheim mit der
Sonderausstellung „MINDBOMBS“ (10.09.21–24.04.22) eine hochaktuelle künstlerische Perspektive auf die Geschichte und politische Ikonografie des modernen Terrorismus. Die ausgestellten Werke stehen repräsentativ für die entschiedenen Reaktionen bildender Künstler*innen auf extremistische Propaganda und politische Gewalt von terroristischen Gruppen wie der RAF, dem NSU oder dem IS.

AUF EINEN BLICK
Freitag 10.09.2021, 19 Uhr
Reihe: ABC des Terrorismus
A wie Anschlag: „20 Jahre 9/11 – Wie erinnern wir den Tag des Terrors?“
Die Veranstaltung findet digital statt. Der Zugangslink wird über www.kuma.art bekanntgegeben
Kosten: Eintritt frei