Das Symposium "Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie" vertieft am 31.01. und 01.02.2019 Fragen der Sonderausstellung

Das Symposium "Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie" vertieft am 31.01. und 01.02.2019 Fragen der Sonderausstellung
22.01.19
Barbara Reeder

Neue Perspektiven auf die Erforschung der Zusammenhänge von Kunst und Wirtschaft öffnet das zweitägige Symposium zur Sonderausstellung „Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie“ in der Kunsthalle Mannheim. Am Donnerstag, 31.01.2019, und Freitag, 01.02.2019, werden die Themen der Schau in Vorträgen und Diskussionen von Wissenschaftler*innen erörtert.

Am Freitag steht der historische Teil der Ausstellung (1919-1939) im Fokus. Dieser folgt den visuellen Spuren in den USA, der Sowjetunion und der Weimarer Republik, welche die Inflation, die relative Stabilisierung und die Weltwirtschaftskrise zwischen den Kriegen in den Bildenden Künsten hinterlassen haben. Nach dem Ersten Weltkrieg bestimmte ein großes Bedürfnis nach Ordnung und Stabilität die öffentliche Meinung aller drei Länder. In den Künsten fand dieses Bedürfnis ihren Ausdruck in Formen der Sachlichkeit und in einer Orientierung an positiven Tatsachen. In der Folge der Weltwirtschaftskrise um 1929 wird in allen drei Ländern eine weitere tiefe Zäsur spürbar: Eine Orientierung weg von der technikbegeisterten, sachlichen, stromlinienförmigen Kunst, hin zu einer neuen Heimatkunst, welche die harten Kontraste des modernen Lebens weichzeichnete. Der Glaube an das System eines vom Staat nicht regulierten Kapitalismus, der sich selbst und den heilenden Kräften des Marktes überlassen werden könne, schmolz dahin.

Am Samstag widmet sich das Symposium dem zeitgenössischen Teil der Ausstellung (2008–2018), der Fragen über die Rolle der Kunst und der Künstler*innen für das Bild der (neuen) Ökonomie und für den Wert der Arbeit aufwirft. In Teil 2 der Schau stehen vor allem künstlerische Positionen im Zentrum, welche die gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Auswirkungen der jüngsten Wirtschaftskrise nach 2008 aufgreifen. Veränderte Produktionsbedingungen, neue Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und politische Konflikte werden in den Werken problematisiert.

Der Eintritt zum Symposium ist frei.

Reservierung und Programmübersicht unter https://shop.kuma.art/#/product/event/122?date=2019-01-31&date_id=1218