Edward Steichen, Henri Matisse, an „La Serpentine“ arbeitend, 1913 Fotogravüre, 22 x 17,4 cm Paris, Musée d‘Orsay Inv.-Nr.: PHO1981-32-15 bpk / RMN - Grand Palais / Edward Steichen Henri Matisse © Succession H. Matisse/ VG Bild-Kunst, Bonn 2018 Edward Ste

Edward Steichen, Henri Matisse, an „La Serpentine“ arbeitend, 1913 Fotogravüre, 22 x 17,4 cm Paris, Musée d‘Orsay Inv.-Nr.: PHO1981-32-15 bpk / RMN - Grand Palais / Edward Steichen Henri Matisse © Succession H. Matisse/ VG Bild-Kunst, Bonn 2018 Edward Ste
Edward Steichen, Henri Matisse, an „La Serpentine“ arbeitend, 1913 Fotogravüre, 22 x 17,4 cm Paris, Musée d‘Orsay Inv.-Nr.: PHO1981-32-15 bpk / RMN - Grand Palais / Edward Steichen Henri Matisse © Succession H. Matisse/ VG Bild-Kunst, Bonn 2018 Edward Ste
Edward Steichen, Henri Matisse, an „La Serpentine“ arbeitend, 1913 Fotogravüre, 22 x 17,4 cm Paris, Musée d‘Orsay Inv.-Nr.: PHO1981-32-15 bpk / RMN - Grand Palais / Edward Steichen Henri Matisse © Succession H. Matisse/ VG Bild-Kunst, Bonn 2018 Edward Ste

Inspiration Matisse 27.09.2019 – 19.01.2020

Eröffnung: 26. September 2019
27.09.19 bis 19.01.20

Farbe, Form, Fläche, Figur und Raum – Matisse, der Meister der malerischen Innovation, brachte um 1905 diese Basiselemente in ein ganz neues Zusammenspiel und stieß mit seinen sinnbild- und zeichenhaften Reduktionen bis an die Grenzen der Abstraktion vor. Der französische Maler, Graphiker und Plastiker Henri Matisse (1869–1954) hat die Kunst des 20. Jahrhunderts nachhaltig geprägt. An einer Auseinandersetzung mit seinem Oeuvre kam kaum ein junger Künstler vorbei, der vom Impressionismus ausgehend neue Wege beschreiten wollte. Matisse blieb bei seiner Suche nach Weiterentwicklung und Verdichtung des künstlerischen Ausdrucks der europäischen Tradition verpflichtet, öffnete sich aber gleichzeitig der orientalischen und fernöstlichen Kunst.

Die Kunsthalle Mannheim präsentiert mit gut 100 ausgewählten Gemälden, Plastiken und graphischen Arbeiten den Pionier der Moderne als einen beispielgebenden „Künstler für Künstler“ im Kreis seiner jüngeren Zeitgenossen: von den französischen Fauvisten über die deutschen Expressionisten bis zu den Schülern der „Académie Matisse“. Neben Landschaftsbildern, darunter berühmte mediterrane Szenen, zeigt die Ausstellung Stillleben, Atelierbilder und Porträts sowie eine Serie von Figuren im Raum und Rückenakten. Höhepunkt und Finale der Schau bilden die berühmten vier lebensgroßen Rückenakte, die zwischen 1909 und 1930 in fortwährender Reduktion des plastischen Ausdrucks entstanden.

Neben Matisse sind André Derain, Georges Braque, Charles Camoin, Kees van Dongen, Raoul Dufy, Henri Manguin oder Albert Marquet sowie Ernst Ludwig Kirchner, Alexej von Jawlensky, August Macke, Gabriele Münter und Max Pechstein vertreten. Einbezogen ist auch die Kunst der deutschen Matisse-Schüler Rudolf Levy, Oskar und Margarete Moll sowie Hans Purrmann und Mathilde Vollmoeller. Die verschiedenen künstlerischen Positionen treten in einen spannungsreichen Dialog und eröffnen neue Perspektiven. Es wird deutlich, dass Matisse formal wie inhaltlich neue Wege wies und zugleich als ein Katalysator für jeweils individuelle künstlerische Befreiungen wirkte.

Die Ausstellung umfasst Leihgaben aus Museen und privaten Sammlungen aus Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Norwegen, Schweden, der Schweiz, Spanien und den USA.

Gefördert durch die Stiftung Kunsthalle Mannheim und die H.W. & J. Hector Stiftung.

Kuratoren: Dr. Peter Kropmanns (Paris), Dr. Ulrike Lorenz
Kuratorische Assistenz: Eva-Maria Schütz, M.A.; Elisabeth Bohnet, M.A.