„Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie – 1919–1939“ – Teil 1 der Sonderschau in der Kunsthalle Mannheim endet am Sonntag, 03.02.2019

„Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie – 1919–1939“ – Teil 1 der Sonderschau in der Kunsthalle Mannheim endet am Sonntag, 03.02.2019
30.01.19
Marina Leuning

Diese Woche ist die letzte Gelegenheit, Teil 1 der großen Themenaus-stellung „Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie“ zu besuchen, der sich den Jahren 1919 bis 1939 widmet. Mit über 240 Leihgaben aus aller Welt von über 130 Künstlern der Klassischen Moderne und der Gegenwart verdeutlicht die Sonderschau erstmals den dramatischen Einfluss der Ökonomie auf die Kunst in einem weltweiten Vergleich.


Ausgehend von der Neuen Sachlichkeit, die in der Kunsthalle Mannheim 1925 ihren Namen erhalten hat, wird eine ähnliche Wiederentdeckung der zeitgenössischen Wirklichkeit, die Hinwendung zu Gegenstand und Gegenwart in der sozialistischen Sowjetunion und in den USA betrachtet und erstmals ein Vergleich der Kunst dieser drei Länder gezogen. Als roter Faden dient die Frage: Wie beeinflusst das ökonomische Sein das künstlerische Bewusstsein und Handeln? Während der erste Teil auf die Zeit zwischen den Weltkriegen (1919–1939) fokussiert, befasst sich der zweite mit der Gegenwart (2008–2018), die von Globalisierung und Digitalisierung geprägt ist.

Seit ihrer Eröffnung am 11.10.2018 haben 70.750 Interessierte die Themenausstellung „Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie“ in der Kunsthalle Mannheim besucht (Stand: 28.01.2019). Aufgrund der großen Nachfrage wird Teil 2 der Ausstellung, der die Jahre 2008 bis 2018 ins Visier nimmt, um einen Monat verlängert. Teil 1 endet am Sonntag, 03.02.2019 um 18 Uhr.


Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie –
1919-1939 und 2008-2018

Teil 1: bis 03. Februar 2019

Teil 2: verlängert bis 03. März 2019

Kuratorenteam: Dr. Eckhart Gillen (Berlin), Dr. Ulrike Lorenz, Dr. Sebastian Baden

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes (Hauptförderer), BASF SE (Hauptsponsor), H.W. & J. Hector Stiftung, Ernst von Siemens Kunststiftung, Stiftung Kunsthalle Mannheim, VR Bank Rhein-Neckar eG, Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Medienpartner der Ausstellung ist das Handelsblatt.


Veranstaltungstipp im Rahmenprogramm der Ausstellung:

31.01. & 01.02.2019

Symposium: „Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie“

Donnerstag, 31.01.2019: ab 10.30 Uhr: Anmeldung und Gelegenheit zum Ausstellungsrundgang, ab 13 Uhr: Programm

Freitag, 01.02.2019: ab 9 Uhr

Das Thema ist aktueller denn je: Wie beeinflusst die Wirtschaft die Kunst? Das Symposium vertieft die im historischen und im zeitgenössischen Teil der Ausstellung entwickelten Fragen, um die Forschung zur Zusammenwirkung von Kunst und Wirtschaft um neue Perspektiven zu erweitern. Mit Beiträgen von Thomas Flierl, Sergej Fofanov, Xavier Fourt, Eckhart Gillen, Christian Saehrendt, Berit Sandberg, Stefan Scherer, Franz Schultheis,

Infos unter https://www.kuma.art/de/konstruktion-der-welt-kunst-und-oekonomie. Der Eintritt zum Symposium ist frei. Reservierungen: https://shop.kuma.art/#/product/event/122?date=2019-01-31&date_id=1218“

Blick in die Ausstellung „Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie – 1919-1939“ (Foto: Kunsthalle Mannheim/ Maria Schumann)

Blick in die Ausstellung „Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie – 1919-1939“ (Foto: Kunsthalle Mannheim/ Maria Schumann)
Blick in die Ausstellung „Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie – 1919-1939“ (Foto: Kunsthalle Mannheim/ Maria Schumann)
Blick in die Ausstellung „Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie – 1919-1939“ (Foto: Kunsthalle Mannheim/ Maria Schumann)

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