lab.Bode-Schulprojekt an der Kunsthalle Mannheim: Einladung zur Abschlusspräsentation „Wir konstruieren die Welt von morgen“ am 23.012019 (um 17 Uhr)

lab.Bode-Schulprojekt an der Kunsthalle Mannheim: Einladung zur Abschlusspräsentation „Wir konstruieren die Welt von morgen“ am 23.012019 (um 17 Uhr).Kulturstiftung des Bundes und Staatliche Museen zu Berlin fördern Vermittlungsarbeit
10.01.19
Barbara Reeder

Gestalten wir einen riesigen Plan B für unsere berufliche Zukunft? Oder zeichnen wir Skizzen für innovative Roboter, die unsere Mitschüler nach unseren Vorgaben konstruieren? Vor diesen und anderen Fragen stehen rund 50 Schüler*innen der Kerschensteiner Gemeinschaftsschule, die am Schulprojekt „Arbeitswelten der Zukunft – Wir konstruieren die Welt von morgen“ in der Kunsthalle Mannheim teilnehmen.

Die Klassen 8a und 8b besuchen an je vier Terminen die Ausstellung „Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie – 1918–1938 und 2008–2018“. Die Sonderausstellung beschäftigt sich mit der Kernfrage, wie sich Künstler*innen mit soziopolitischen Themen ihrer jeweiligen Gegenwart auseinandersetzen. In den präsentierten Gemälden, Fotografien, Collagen, Filmen und Installationen werden gesellschaftlich relevante Aspekte des Arbeitens verhandelt, kritisiert oder auch ironisiert.

„Was bedeutet mir Arbeit? Wie stelle ich mir die Arbeitswelt von morgen vor, wie kann ich sie gestalten?“ In lebendigem Austausch regen die Kunstvermittler*innen die Schülerinnen und Schüler dazu an, anhand der Kunstwerke eigene Fragen zur zukünftigen Arbeitswelt zu formulieren. Ihre Beobachtungen sind Motivation zur Gestaltung eigener künstlerischer Arbeiten, Installationen, Videos und Aktionen, die am 23. Januar 2019 in einer Abschlussveranstaltung gezeigt werden.

Konzipiert wurde das Schulprojekt von Denise Koch, lab.Bode Volontärin an der Kunsthalle Mannheim, in Kooperation mit vier Kursleiter*innen der Mannheimer Abendakademie und den Klassenlehrer*innen der Kerschensteiner Gemeinschaftsschule. Für die Mannheimer Schule im Stadtteil Schönau steht die individuelle Entwicklung der Schüler*innen im Vordergrund. „Kunst und kulturelle Bildung ist Prävention und Motivation“, bemerkt die Schulleiterin Christine Senger, „und ist schon seit Jahren fester Bestandteil des Schulprogramms.“ Neben der Ernennung als „Kulturschule 2020“ im Jahr 2014 und der Nominierung für den Deutschen Schulpreis 2018 durch die Robert-Bosch-Stiftung, sind es die enorme Nachfrage seitens der Elternschaft und die baulichen Erweiterungspläne, die den außerordentlichen Erfolg der Schule aufzeigen.

Das Schulprojekt wird mit 5.000 Euro durch lab.Bode – Initiative zur Stärkung der Vermittlungsarbeit in Museen gefördert, ein gemeinsames Programm der Kulturstiftung des Bundes und der Staatlichen Museen zu Berlin. Mit lab.Bode sollen Veränderungsprozesse in Museen angestoßen werden, die der Vermittlungsarbeit einen hohen Stellenwert einräumen. Ziel ist es, vor allem junge Menschen anzusprechen und einzubinden. Zu diesem Zweck stellt die Kulturstiftung des Bundes für den Zeitraum von 2016 bis 2020 insgesamt 5,6 Mio. Euro zur Verfügung. Über die Förderung von 23 wissenschaftlichen Volontariaten im Bereich Vermittlung an Museen mit Sammlungsschwerpunkt Kunst in ganz Deutschland entfaltet das lab.Bode bundesweit Wirkung. Zentrale Aufgabe der 23 Volontär*innen ist es, die im Vermittlungslabor am Berliner Bode-Museum entwickelten Vermittlungsformate und -methoden innerhalb eines eigenständigen Schulprojektes in den 23 beteiligten Museen zu erproben.

Der Ansatz der Initiative, Veränderungsprozesse in Museen aufzuzeigen und vor allem Kinder und Jugendliche ins Visier zu nehmen, passt ausgezeichnet zum Leitbild der Kunsthalle Mannheim, die sich als ein „Museum in Bewegung“ versteht und, getreu dem Motto ihres Gründungsdirektors Fritz Wichert, „Kunst für alle“ zugänglich macht.

Kooperationspartner für das Volontärsprogramm von lab.Bode sind die Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel sowie der Deutsche Museumsbund e.V.

Wir laden alle Pressevertreter*innen herzlich ein zur

Abschlusspräsentation „Wir konstruieren die Welt von morgen“

23. Januar 2019, 17 Uhr

Ort: Kunsthalle Mannheim, Werkkubus, Friedrichsplatz 4, Mannheim

 

 

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