Mannheimer Sammlung neu präsentiert

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Max Beckmann: Fastnacht, 1925 © VG Bild-Kunst, Bonn 2018 (Foto: Kunsthalle Mannheim / Kathrin Schwab)
Mannheimer Sammlung neu präsentiert
10.11.21
Leon Kaessmann

Neue Sammlungspräsentation der Kunsthalle Mannheim im Jugendstilbau ab dem 12.11.2021

Ab dem 12. November dürfen sich die Besucher*innen auf eine komplett neu kuratierte Sammlungspräsentation im Obergeschoss des Jugendstilbaus freuen. Diese widmet sich den Schwerpunkten der Sammlungsgeschichte der Kunsthalle seit ihrer Gründung 1909. In vier Räumen des Ostflügels werden Werke von der Neuen Sachlichkeit bis zu den Nouveaux Réalistes gezeigt. Im Westflügel präsentiert die Kunsthalle zur Mannheimer Sammlung gehörende Werke vom Expressionismus bis zur Abstraktion und beleuchtet zudem die Ergebnisse der Provenienzforschung.

Die Sammlung der Kunsthalle Mannheim umfasst Werke verschiedener Epochen und Kunstrichtungen. So setzten sich die beiden ersten Museumsdirektoren Fritz Wichert und Gustav Friedrich Hartlaub intensiv mit dem Expressionismus auseinander. Die Ergebnisse dieser langjährigen Sammlungsarbeit präsentiert die Kunsthalle im Westflügel des Jugendstilbaus. Hier sind Werke vom Expressionismus bis zur Abstraktion zu sehen, unter anderem von Marc Chagall, Paul Klee, Willi Baumeister, Emil Nolde, Lovis Corinth, Wilhelm Lehmbruck, Umberto Boccioni, Robert Delaunay und László Moholy-Nagy. Vier Räume im Ostflügel zeigen ebenfalls prominente Werke von der Neuen Sachlichkeit bis zu den Nouveaux Réalistes. Ausgestellt werden Malereien, Skulpturen und Installationen von Künstler*innen wie Otto Dix, Max Beckmann, George Grosz, Daniel Spoerri, Niki de Saint Phalle, Pierre Soulages und Francis Bacon.

Ergänzend zur neuen Sammlungspräsentation finden begleitende Themenführungen statt, so zu den Meistern des Expressionismus, Francis Bacon und Alberto Giacometti, den Nouveaux Réalistes oder über Poesie im Bild von Marc Chagall bis Paul Klee.

Kurator*innen: Dr. Inge Herold und Dr. Matthias Listl

 

Die Sammlung der Kunsthalle Mannheim

Die Kunsthalle Mannheim erlangte nach ihrer Gründung 1909 durch moderne Sammlungskonzepte eine Vorreiterrolle in der deutschen Museumsszene. Bereits 1910 erwarb Fritz Wichert (Amtszeit: 1909–1923) ihr berühmtestes Gemälde: Édouard Manets „Die Erschießung Kaiser Maximilians von Mexiko“. Gustav Friedrich Hartlaub (Amtszeit: 1923–1933) prägte 1925 den Begriff der „Neuen Sachlichkeit“ und brachte die realistische Malerei der zu Ende gehenden 1920er-Jahre nach Mannheim. Nach dem Zweiten Weltkrieg legte die Kunsthalle ihren Schwerpunkt auf Skulpturen und entwickelte sich zu einem der wichtigsten Museen der klassischen Moderne und der zeitgenössischen Kunst. Aktuell umfasst die Sammlung rund 2.300 Gemälde, 860 Skulpturen und Installationen, 34.000 Grafiken und 800 Objekte der angewandten Kunst. Neben Meisterwerken der Malerei und Grafik von Max Beckmann bis Francis Bacon glänzt die Sammlung mit einem Skulpturenbestand von Auguste Rodin bis Thomas Hirschhorn.