Nach 13 erfolgreichen Wochen wird Teil 2 von "Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie – 2008–2018" in der Kunsthalle Mannheim bis 03.03.2019 verlängert

Nach 13 erfolgreichen Wochen wird Teil 2 von "Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie – 2008–2018" in der Kunsthalle Mannheim bis 03.03.2019 verlängert
10.01.19
Barbara Reeder

Aufgrund der großen Nachfrage wird nun Teil 2 der Ausstellung, der sich den Jahren 2008 bis 2018 widmet, um einen Monat verlängert.

Die Sonderschau verdeutlicht erstmals den dramatischen Einfluss der Ökonomie auf die Kunst in einem weltweiten Vergleich: Während der erste Teil auf die Zeit zwischen den Weltkriegen (1919–1939) fokussiert, befasst sich der zweite mit der Gegenwart (2008–2018), die von Globalisierung und Digitalisierung geprägt ist. Dieses Ausstellungskapitel rückt den rasanten Wandel in den ökonomischen und politischen Verhältnissen heute in den Fokus. Der Umbruch der Industriegesellschaft in eine international vernetzte Informations- und Dienstleistungsgesellschaft, Migration und Big Data, neue Formen der Wertschöpfung und des Arbeitsmarkts – all dies verändert unser Leben.

„Der zeitgenössische Teil gibt ein Feedback auf die Beobachtungen der historischen Werke der Ausstellung. Heute haben sich die Arbeits- und Lebensbedingungen extrem verändert. Die Kunst macht diese spannende Entwicklung sichtbar und zwei entscheidende Epochen vergleichbar“, sagt Dr. Sebastian Baden, der das zweite Ausstellungskapitel kuratiert hat, das sich der unmittelbaren Gegenwart zuwendet. „Die Konzentration liegt auf der aktuellen Wechselwirkung von Kunst und Ökonomie: Wo werden neue Potenziale frei, wo kommt es zu Konflikten – und wie können wir unsere Reaktion darauf kontrollieren? Die Verlängerung des zweiten Teils der Ausstellung gibt weiteren Besuchern die Chance, sich auf eine herausfordernde Thematik einzulassen.“

30 Künstler*innen aus 19 Ländern beobachten die Grundbedingungen der menschlichen Existenz nach dem Zusammenbruch des Antagonismus zwischen Kapitalismus und Sozialismus 1989. Dabei wird die künstlerische Arbeit selbst zu einem Medium, das zur Reflektion über die postindustrielle Revolution im frühen 21. Jahrhundert anregt. Ortsbezogene Installationen, Skulpturen, Filme, Fotografien, aber auch Performances, soziale Aktionen im Stadtraum von Mannheim und Diskussionsforen mit Kooperationspartnern wie der BASF erhellen spezifische Themen, z.B. Ressourcenverteilung und Konsumverhalten, Finanzmarkt und Überwachungsstaat, Widerstand gegen Ausbeutung und alternative Wirtschaftsformen.

Mit Arbeiten von Dario Azzellini, Maja Bajevic, Bureau d’Etudes, BBM, Chto Delat?, Claire Fontaine, Jacques Coetzer, Abraham Cruzvillegas, Szilárd Cseke, Jeremy Deller, Simon Denny, Tatjana Doll, Antje Ehmann, Harun Farocki, Thierry Geoffroy, Andreas Gursky, Thomas Hirschhorn, Olaf Holzapfel, Sanja Iveković, Alicja Kwade, Charles Lim Yi Yong, Maha Maamoun, José Antonio Vega Macotela, Tobias Rehberger, Oliver Ressler, Mika Rottenberg, Superflex, Zefrey Throwell, Volume V, Maya Zack sowie Artur Żmijewski.

Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie –
1919-1939 und 2008-2018

Teil 1: bis 03. Februar 2019

Teil 2: verlängert bis 03. März 2019

Die Ausstellung wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes (Hauptförderer), BASF SE (Hauptsponsor), H.W. & J. Hector Stiftung, Ernst von Siemens Kunststiftung, Stiftung Kunsthalle Mannheim, VR Bank Rhein-Neckar eG, Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Medienpartner der Ausstellung ist das Handelsblatt.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

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Blick in die Ausstellung „Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie – 2008-2018“ auf Ebene eins des Neubaus Foto: Kunsthalle Mannheim/ Maria Schumann
Blick in die Ausstellung „Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie – 2008-2018“ auf Ebene eins des Neubaus Foto: Kunsthalle Mannheim/ Maria Schumann
Blick in die Ausstellung „Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie – 2008-2018“ auf Ebene eins des Neubaus Foto: Kunsthalle Mannheim/ Maria Schumann