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Sara Nabil, 51 %, Filmstill, 2022. Copyright: Sara Nabil

Sara Nabil

07.05.22 bis 28.08.22

Für Sara Nabil ist Kunst eine Form des Protests und der Kritik an patriarchalen Strukturen – ein wesentliches Mittel, um den gesellschaftlichen Wandel zu gestalten. In ihren Rauminstallationen und Fotografien verbindet die afghanische Künstlerin, Politikwissenschaftlerin und Menschenrechtsaktivistin Themen von Flucht, Traum und Identität und setzt sich für die Gleichberechtigung von Frauen und Mädchen ein. Die künstlerische Arbeit gibt ihr die Stimme zurück, die ihr in ihrem Heimatland entzogen wurde.

Für die Ausstellung in der Kunsthalle Mannheim konzipiert Sara Nabil ein neues Performanceprojekt und eine interaktive Rauminstallation. Mit ihrer Performance zur Eröffnung am 04.05.2022 im Atrium der Kunsthalle Mannheim reagiert sie auf die Folgen der erneuten Machtübernahme der Taliban im August 2021, in deren fundamentalistischem Weltbild weiblich gelesene Identität durch Geschlechtertrennung sowie durch strenge Kleider- und Verhaltensvorschriften bis zur Unsichtbarkeit reglementiert ist. Nabils Kunstprotest zeigt nicht nur, wie der weibliche Körper mit all seinen Facetten – von den Haaren bis zur Kleidung – zum Austragungsort politischer Ideologien, kultureller Konflikte und Machtkämpfe verfremdet wird, sondern wie er zudem Selbstbestimmung und Freiheit birgt.

Kuratorin: Christina Bergemann, M.A.

Die Eröffnungsperformance zur Ausstellung, die am 4. Mai 2022 in der Kunsthalle Mannheim stattfand, ist als Videoinstallation im STUDIO vom 07. Mai bis 28. August 2022 zu sehen.

Video: Philippe Mainz, Alexander Thelen, David Loscher, Benjamin Breitkopf

Installation: Jürgen Galli

Designerin: Tanya Tverdokhlebova 

"Kunst ist ein Werkzeug, mit dem ich das Ziel verfolge, einen Anstoß für Gesellschaften zu geben, Gleichberechtigung, die Prinzipien einer offenen Gesellschaft, Gerechtigkeit und Fairness zu vertreten."

Sara Nabil

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Sara Nabil, Democracy, 2014, Fotografie © Sara Nabil

Sara Nabil (*1994, Kabul) studierte Politikwissenschaften an der Karwan University in Kabul (Afghanistan) und seit 2016 Kunst an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main. Als politische Künstlerin von den Taliban verfolgt, sind ihre eigene Fluchterfahrung und die Rechte afghanischer Frauen und Mädchen zentrale Themen ihrer Arbeiten.


Die Ausstellung wird gefördert durch:

Diese Ausstellung wurde durch eine Benefizauktion der ARTgenossen, des jungen Fördervereins der Kunsthalle Mannheim, ermöglicht.

Mehr Informationen zur Aktion finden Sie hier.

KuMa Programm

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