Stillleben von Vincent van Gogh bis James Ensor und Kunst zum Nachbasteln – Aktuelles auf Social Media

KUMA BLOG

28.04.20
Saskia Schallock

Stillleben von Vincent van Gogh bis James Ensor und Kunst zum Nachbasteln – Aktuelles auf Social Media

Derzeit verbringen wir alle viel Zeit Zuhause, das öffentliche Leben ist nahezu zum Erliegen gekommen. Seitdem die Blumenläden wieder geöffnet sind, können wir uns das Leben in den eigenen vier Wänden zumindest mit frischen Blumensträußen verschönern. Passend dazu widmet sich Dr. Dorothee Höfert, Leiterin der Kunstvermittlung, in ihrer Führung durch den Meisterwerke-Kubus der Kunsthalle Mannheim dem Thema "Stillleben".

Im Mittelpunkt der Führung stehen drei Werke aus der Sammlung der Kunsthalle: Zunächst bespricht Dr. Dorothee Höfert Pierre Auguste Renoirs "Pivoines dans un vase/Pfingstrosen in einer Vase". Das großformatige Gemälde von 1872 besticht besonders durch die Rot- und Rosétöne der Pfingstrosen, die sich kontrastreich vom Dunkelgrün des Hintergrunds absetzen.

Ein weiteres Stillleben aus der Sammlung der Kunsthalle ist Vincent van Goghs "Rosen und Sonnenblumen" von 1886. Das Werk hat einerseits einige Gemeinsamkeiten mit Renoirs Bild, etwa hinsichtlich der Blickführung und der kontrastreichen Farbwahl aus Rot- und Grüntönen, unterscheidet sich jedoch auch stark durch den pastosen Farbauftrag und die van Gogh typische, unruhige Pinselführung.

Abschließend zeigt Dr. Dorothee Höfert den Zuschauern James Ensors "Le coq mort/Der tote Hahn" (1894). Es zeigt zwar keine Blumen, passt aber dafür – zumindest auf den ersten Blick – zum ebenfalls sehr aktuellen Thema "Kochen". Auffallend sind zunächst die leuchtenden Farben, die Ensor für sein Werk verwendet. Sieht man jedoch genauer hin, erkennt der Betrachter schnell Vergänglichkeit und Tod in Ensors Bild. Der belgische Maler nutzt hier eine für Stillleben klassische Symbolik, die in der niederländischen und flämischen Malerei des 17. Jahrhunderts eine Blüte erlebte und auf die Vergänglichkeit allen Daseins zielt.

Reihe: KuMa Do it yourself

Julio González entdeckte gemeinsam mit seinem Künstlerfreund Pablo Picasso das widerspenstige Eisen als Material für seine Skulpturen. So auch für sein Werk "Danseuse à la palette/Tänzerin mit der Palette" von 1934, das aus geschweißten Eisenstäben, -platten und -winkeln besteht. Trotz der Schwere des verwendeten Materials wirkt die Tänzerin beweglich und scheint fast zu schweben. In unserem aktuellen KuMa-DIY zeigen wir Ihnen, wie Sie aus Papierresten eigene Fantasieformen gestalten können. Wir freuen uns, wenn Sie Ihre Werke oder die Ihrer Kinder mit uns teilen (Hashtag #KuMaDIY, Geotag @kunsthallema)! 

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