ProgrammPlus: Konzerte in Nevin Aladaǧs „Resonanz Raum"

In ihrem künstlerischen Schaffen bezieht sich Nevin Aladaǧ (*1972, Van) auf lokale Gegebenheiten, musikalische Traditionen oder persönliche Erfahrungen ihres türkischen und deutschen Hintergrundes. In Anlehnung an höfische und gleichzeitig private Musikzimmer des 18. und 19. Jahrhunderts setzt die Künstlerin ihre Interpretationen in die Öffentlichkeit und lässt sie musikalisch selbstständig agieren. 2014 entstehen erstmals in Istanbul skulpturale Werke dieser Art. Dort lässt Aladaǧ Second-Hand-Möbel zu funktionierenden Instrumenten umbauen, die ihren ursprünglichen Gegenstandscharakter jedoch noch beibehalten. Für die Kunsthalle Mannheim gestaltet die Künstlerin erstmals einen „Resonanz Raum“, in welchem die abstrahierten Instrumente direkt in die vier Wandecken integriert sind. Das Zimmer wird selbst zum musizierenden Klangkörper: ein auf einzelne Saiten reduziertes Eck-Cello, eine Eck-Harfe in Form einer antiken Leier, eine Eck-Trommel sowie trichterförmig angeordnete Eck-Glocken. Zum Ensemble gehört auch der quadratische Sound-Teppich, aus Textilien unterschiedlicher Epochen, Stilen und Herkunft zusammengefügt zu einem kubistisch-ornamentalen Mosaik. Durch die sich darin kreuzenden Notenlinien wird wiederum das Thema Musik aufgegriffen.

 

Ticket im Ausstellungseintritt inbegriffen.

Zielgruppe: ProgrammPlus
Dauer:
Datum: 07/08/2020

ProgrammPlus: Konzerte in Nevin Aladaǧs „Resonanz Raum"

In ihrem künstlerischen Schaffen bezieht sich Nevin Aladaǧ (*1972, Van) auf lokale Gegebenheiten, musikalische Traditionen oder persönliche Erfahrungen ihres türkischen und deutschen Hintergrundes. In Anlehnung an höfische und gleichzeitig private Musikzimmer des 18. und 19. Jahrhunderts setzt die Künstlerin ihre Interpretationen in die Öffentlichkeit und lässt sie musikalisch selbstständig agieren.

Für die Kunsthalle Mannheim gestaltete die Künstlerin erstmals einen „Resonanz Raum“, in welchem die abstrahierten Instrumente direkt in die vier Wandecken integriert sind. Das Zimmer wird selbst zum musizierenden Klangkörper: ein auf einzelne Saiten reduziertes Eck-Cello, eine Eck-Harfe in Form einer antiken Leier, eine Eck-Trommel sowie trichterförmig angeordnete Eck-Glocken. Zum Ensemble gehört auch der quadratische Sound-Teppich, aus Textilien unterschiedlicher Epochen, Stilen und Herkunft zusammengefügt zu einem kubistisch-ornamentalen Mosaik. Durch die sich darin kreuzenden Notenlinien wird wiederum das Thema Musik aufgegriffen.


Ticket im Ausstellungseintritt inbegriffen


Sonntag 23.10., 15 Uhr

Musik des Mannheimer Forum für interreligiöse Musik

mit Vertreter*innen der Jüdischen Gemeinde, der Orientalischen Musikakademie sowie der katholischen und evangelischen Kirche. In sieben Abschnitten, die die sieben Tage der Schöpfung repräsentieren, werden die Musiker gemeinsam auf den skulpturalen Instrumenten improvisieren.

 

Sonntag 6.11., 15 Uhr

Musik von Joss Turnbull & Anil Eraslan

Am 6.11. wird der einzigartige Klangkörper im Rahmen des begleitenden Konzerts von Joss Turnbull & Anil Eraslan akustisch erfahrbar.

Der 1985 geborene Joss Turnbull nahm schon vor dem Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim Privatunterricht bei Mohammad Reza Mortazavi und Madjid Khaladj für iranische Perkussion. Die Kelchtrommel Tombak stellt seither das Zentrum seiner künstlerischen Arbeit dar. Neben einem Studienaufenthalt in Istanbul lernte er in Syrien, Libanon und dem Iran weitere Facetten und Spielweisen dazu. Heute verfremdet er durch den Gebrauch von Präparation und Elektronik den traditionellen Klang seiner Instrumente und entwickelt seine eigene instrumentale Sprache. Sein erstes Solo-Album „Isturnbull“ veröffentlichte er 2013. Es folgten Konzerte als Solist und mit internationalen Musikprojekten wie dem Ensemble Asil – for arab contemporary classical music, Stellar Banger oder für die Tanzkompanie Maqamat in Japan, Russland, Sudan, den Vereinigten Arabischen Emiraten und den USA. 2015 erhielt er einen Preis der GBG Mannheim in der Kategorie Solo-Künstler sowie ein Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg und den Kathrin-Preis des Jazzinstituts Darmstadt 2019.

 

Der Cellist, Komponist und Improvisator Anil Eraslan arbeitet in verschiedenen musikalischen Projekten zwischen Berlin, Paris, Straßburg und Istanbul. Von traditioneller anatolischer Musik bis hin zu experimenteller, lauter und freier Musik, multipliziert er seine Erfahrungen mit Ensembles wie Klub Demboh, Trickster Orchestra, Eponj, Racines, H', Sousta Politiki und vielen anderen kreativen Musikern aus der ganzen Welt.

Als Filmemacher arbeitet er derzeit an seinem ersten Dokumentarfilm über die freie Improvisationsszene in Istanbul.

Zielgruppe: Erwachsene
Dauer: 90
Datum: 07/19/2020 to 11/06/2022