Bar der Gegenwart

Das analoge Programm vor Ort in der Kunsthalle ist auf wenige Plätze beschränkt. Sollten Sie hier keinen Platz mehr bekommen, können Sie von zu Haus am digitalen Live-Stream teilnehmen.


In der „Bar der Gegenwart“ wird bei einem Drink mit lokalen wie internationalen Künstler*innen, Macher*innen und Denker*innen diskutiert, wie Kunst das Leben bestimmt und uns inspirieren kann, anders auf unsere täglichen Fragen zu blicken.

Mittwoch, 01.09.21, 19:30 Uhr

Bar der Gegenwart: Lesung & Gespräch mit Sarah Borowik-Frank

"Ach, du bist Jüdin? Ich kenne nur Anne Frank"

Die modern-orthodoxe Bloggerin Sarah Borowik-Frank schreibt, spricht und singt über ihr Leben als Jüdin in Deutschland, u.a. in ihrem Podcast „Hustle Tov“. Anlässlich der Ausstellung von Zipora Rafaelov „התבוננות לעומק - Auf den Grund schauen“ geht es an diesem Abend darum, in welcher Weise Judentum mehr ist als Schoah und der Kampf gegen Antisemitismus. Borowik-Frank wird aus ihrem neuen Buch "PS: Ich war auch schon in Auschwitz" lesen: Ob Zeitzeugnis ihrer Oma, der Lyrikerin Dr. Lia Frank, ob humorvolle Anekdote, Poetry Slam oder Rock'n'Roll auf der Ukulele – ein Abend mit Sarah Borowik-Frank berührt. „Wenn die Holocaust-Überlebenden bis zu ihrem letzten Atemzug sagen „Wir bringen unsere Geschichte weiter, weil wir verhindern wollen, dass so etwas je wieder passiert’ — dann muss ich stärker sein, als ich es je war. Und ich glaube, dass wir alle stärker sind als unsere Vergangenheit.“

Der Anschlag in Halle an Jom Kippur 2019 war für Sarah Borowik-Frank der Wendepunkt. Seitdem setzt sich die Künstlerin als Vermittlerin jüdischer Kultur aktiv gegen Antisemitismus ein. Mit ihrer Arbeit will sie Aufklären und Empathie wecken. Im Fehlen dieser Empathie sieht sie den Hauptgrund für Hass, der zur Gewalt führt, aber auch für Gleichgültigkeit, die diese Gewalt geschehen lässt. Diese Spirale gilt es durch den Dialog zu durchbrechen, denn: „Wie willst du Empathie haben für ein Volk oder einen einzelnen Menschen, wenn du gar nichts über ihn weißt?“. Eine Reflexion darüber wie es ist, als Jüdin stets mit Tod und KZ in Verbindung gebracht zu werden – und ein Versuch, in den lebendigen Dialog treten.

Sarah Borowik-Frank wurde 1991 in einer Flüchtlingsunterkunft für jüdische Kontingentgeflüchtete in Zittau geboren.

Die Veranstaltung wird hybrid durchgeführt. Sie können vor Ort in der Kunsthalle teilnehmen oder sich digital von zuhause zuschalten.

Moderation: Dr. Sebastian Baden

Mit der Ausstellung von Zipora Rafaelov und dieser Veranstaltung nimmt die Kunsthalle Mannheim am besonderen Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ teil und setzt sich verstärkt für die Vermittlung jüdischer Kultur in der Gegenwart ein.

Ticket: 6 €, die Teilnahme digital ist kostenlos.


Wichtiger Hinweis zu Corona-Sicherheitsauflagen:

Für die Teilnahme an Veranstaltungen benötigen Sie aktuell einen der drei folgenden Nachweise:

  • negativer tagesaktueller Corona-Schnelltest (max. 24 Stunden alt) ODER
  • Corona-Impfbescheinigung; diese muss eine seit mindestens 14 Tagen abgeschlossene Impfung bzw. Zweitimpfung, falls diese impfstoffbedingt erforderlich ist, bestätigen ODER
  • Genesungsbescheinigung in Form eines PCR-Tests, der Ihre vergangene Infektion bestätigt und nicht älter als 6 Monate ist.

Bitte informieren Sie sich kurz vor Ihrem Besuch auf unserer Homepage über mögliche Änderungen der Corona-Regeln.

Zielgruppe: Erwachsene
Dauer: 90
Datum: 06/06/2018 to 09/01/2021