Anna Uddenberg — Premium Economy

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Anna Uddenberg: Premium Economy; Installationsansicht Kunsthalle Mannheim, 2023; Foto Jens Gerber

Alle drei Jahre vergibt die Kunsthalle Mannheim zusammen mit den Hector Stiftungen den Hector-Preis an internationale, zeitgenössische Künstler*innen oder Kollektive. Mit der schwedischen Künstlerin Anna Uddenberg hatte sich die Jury 2022 für eine starke feministische Position entschieden. Uddenberg wurde 1982 geboren und lebt und arbeitet heute in Berlin und Stockholm.

Uddenberg präsentiert mit ihrer künstlerischen Arbeit eine aufregende, anspruchsvolle und auch polarisierende Sicht auf Körperlichkeit, Geschlecht (oder Gender) und Warenästhetik. In ihren figurativen und jüngsten abstrakten Arbeiten untersucht Uddenberg geschlechtliche Performativtät und vermeintlich authentische Selbstbilder im Zeitalter von Social-Media-Plattformen.

Die Ausstellung in der Kunsthalle zeigt mehrere Skulpturen, die überwiegend eigens für die Ausstellung geschaffen wurden. In ihrer künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Medium Skulptur entwickelt Uddenberg ihre Formsprache in ihren neuesten Arbeiten mittels des 3D-Druckverfahrens weiter und schafft eine eindringliche Komposition, die durch eine aufregende Ausstellungsarchitektur zur Einheit gebracht wird. Die eigenartig geformten Körper, die über Koffer oder Möbelstücke drapiert sind – und die für internationale Anerkennung der Künstlerin sorgten –, haben einer Reihe noch seltsamer anmutender Vorrichtungen Platz gemacht. Anstatt die Objektivierung des menschlichen Körpers in der mediatisierten Gegenwart zu zeigen, präsentiert die Künstlerin nun Objekte, die die Posen der Körper ihrer früheren Arbeiten formen könnten. Die in der Kunsthalle zu sehenden Arbeiten werden am Eröffnungsabend performativ bespielt.

Kurator*innen: Johan Holten, Pia Goebel (kuratorische Assistenz)

Gefördert durch:

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Hector Stiftung

Kulturpartner:

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SWR 2

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