Programm

11:00 Uhr / 90 Min.
Sa. 13. 04.
Workshop Kinder/Jugendliche

Guckloch Kunst Spezial: MINI

Information zum Termin

Das Format Guckloch Spezial: MINI richtet sich an noch etwas kleinere Kinder zwischen 4 und 6 Jahren. Während die Erwachsenen ihre eigenen Wege gehen können, entdecken die Kinder gemeinsam mit den Vermittler*innen die Kunst im Haus und erproben im Atelier eigene kreative Ideen.

Anmeldung über www.abendakademie-mannheim.de oder +49 621 1076 150

15:30 Uhr / 60 Min.
Sa. 13. 04.
Öffentliche Führung zzgl. Eintritt

Überblicksführung "HOOVER. HAGER. LASSNIG"

20:00 Uhr / 120 Min.
Sa. 13. 04.
Sonderveranstaltung zzgl. Eintritt

Mannheim-Premiere des Films: „André Butzer, seine Kunst und seine Zeit“. Ein Abend mit dem Mannheimer Filmemacher Rudij Bergmann

12:00 Uhr / 60 Min.
So. 14. 04.
Öffentliche Führung zzgl. Eintritt

Themenführung Fokus Sammlung: "Bewegte Zeiten – Kinetische Kunst aus der Sammlung"

15:00 Uhr / 60 Min.
So. 14. 04.
Öffentliche Führung Eintritt inkl.

Kunstreise – alle einsteigen!

15:00 Uhr / 90 Min.
So. 14. 04.
<p>Nevin Aladağ</p><p>Resonator Wind, 2019</p><p>Courtesy die Künstlerin und Wentrup, Berlin</p>
Sonderveranstaltung Eintritt inkl.

Konzert und Gespräch in Nevin Aladags “Resonanz-Raum: mit Musik von "Torso": David Julian Kirchner, Julia Alicka und Thilo Eichhorn.

Information zum Termin

In ihrem künstlerischen Schaffen bezieht sich Nevin Aladaǧ (*1972, Van) auf lokale Gegebenheiten, musikalische Traditionen oder persönliche Erfahrungen ihres türkischen und deutschen Hintergrundes. In Anlehnung an höfische und gleichzeitig private Musikzimmer des 18. und 19. Jahrhunderts setzt die Künstlerin ihre Interpretationen in die Öffentlichkeit und lässt sie musikalisch selbstständig agieren.

Für die Kunsthalle Mannheim gestaltete die Künstlerin erstmals einen „Resonanz Raum“, in welchem die abstrahierten Instrumente direkt in die vier Wandecken integriert sind. Das Zimmer wird selbst zum musizierenden Klangkörper: ein auf einzelne Saiten reduziertes Eck-Cello, eine Eck-Harfe in Form einer antiken Leier, eine Eck-Trommel sowie trichterförmig angeordnete Eck-Glocken. Zum Ensemble gehört auch der quadratische Sound-Teppich, aus Textilien unterschiedlicher Epochen, Stilen und Herkunft zusammengefügt zu einem kubistisch-ornamentalen Mosaik. Durch die sich darin kreuzenden Notenlinien wird wiederum das Thema Musik aufgegriffen.


Ticket im Ausstellungseintritt inbegriffen


Sonntag, 14.04.24, 15 Uhr

Konzert und Gespräch in Nevin Aladags “Resonanz-Raum:

mit Musik von "Torso": David Julian Kirchner, Julia Alicka und Thilo Eichhorn.

Torso ist eine Mannheimer Supergroup mit erweiterterem Pop-Begriff.

Ihre Songs bezeichnen Torso als „Trans-Traditionals“, ihren eigensinnigen Stil als Droom: Hybrider Pop aus Dream und Doom, Drone und Noise – Klang-Zustände, die immer wieder von finsteren Folk-Balladen überschritten und gebrochen werden. Neben Songs in Englischer, Deutscher und Albanischer Sprache, spielen die Texte auch allerlei Fantastisches in eigener Sprache durch. Liedermacherei und Pop-van-garde – finden ihre Form in ausufernden Landschaften aus Klang, Fashion und Licht.


Eich*Horn-Drähte, Schaltung, Hirn, Frisur

Giugliettadeglispiriti: traurige Stimmen, Gitarre, Erscheinung GudrunFM : heitere Stimmen, Maschinen

15:30 Uhr / 60 Min.
So. 14. 04.
Öffentliche Führung zzgl. Eintritt

Überblicksführung "HOOVER. HAGER. LASSNIG"

16:30 Uhr / 90 Min.
Di. 16. 04.
Sonderveranstaltung zzgl. Eintritt

"Wie zusammen leben – und wie stellt man diese Frage heute?. Vortrag von Prof. Dr. Moritz Klenk, Kulturwissenschaftler, Hochschule Mannheim

Information zum Termin

Die Projektwochen der Hochschule Mannheim, Fakultät Gestaltung werden durch eine Vortragsreihe im Auditorium der Kunsthalle vorbereitet und begleitet. Prof. Dr. Moritz Klenk, Kulturwissenschaftler an der Hochschule Mannheim, arbeitet in diesem Semester an der offenen Küche und an der Frage "Wie zusammen leben". Die Vorträge finden im Rahmen der gleichnamigen Vorlesung, die im Sommersemester an der Hochschule Mannheim angeboten wird. Die Vorlesung zu Gast in der Kunsthalle – ist für Besucher:innen aller Art geöffnet! Darüber hinaus wird Dr. Nina Rind einen Vortrag zum Thema "Wohnumwelten" halten und Jakob Wirth bietet während der Projektwochen einen Artist Talk an zum Thema "Parasiten in der Küche. Was parasitäre Kunst alles mit einer Küche zu tun haben könnte". Die Vorträge können einzeln oder als Serie besucht werden. Vorkenntnisse sind nicht nötig. Neugier genügt!


Dienstag, 16. April 2024, 16:30 - 18:00 Uhr

"Wie zusammen leben – und wie stellt man diese Frage heute?"

Prof. Dr. Moritz Klenk, Kulturwissenschaftler, Hochschule Mannheim

"In welchem Abstand zu den anderen muß ich mich halten, um mit ihnen eine Gemeinschaft ohne Entfremdung, eine Einsamkeit ohne Exil zu verwirklichen?" — so fragte Roland Barthes 1976 in seiner Vorlesung "Wie zusammen leben" am Collège de France in Paris . Erst viele Jahre später und auf ganz unvorhergesehene Weise wurde deutlich, wie aktuell diese Frage heute noch ist. Doch wie denken wir sie weiter: auf welche Weise muss man eine solche Frage heute stellen, und wie heute schon für eine ungewisse Zukunft denken?

In seinem Vortrag entfaltet Prof. Dr. Moritz Klenk diese Frage für unsere heutige Zeit. Denn: es ist noch immer eine der vielleicht wichtigsten und rätselhaftesten Fragen überhaupt. Ist das Zusammenleben denn nicht vor allem etwas ganz Selbstverständliches? Und wie kann man nach dem Selbstverständlichen fragen? Und braucht man, um eine solche Frage zu stellen Kunst? Wenn ja: welche Bedeutung haben die Künste hier, und welchen Beitrag leisten die Kulturwissenschaften?

Der Vortrag ist eine Einladung, das Selbstverständliche zu befragen, und — vielleicht — zwischen Kunst und Wissenschaft, Vertrautes anders sehen, fühlen, wahrnehmen und denken zu lernen.


Dienstag, 7. Mai 2024, 16:30 - 18:00 Uhr 

"Wohnumwelten"

Dr. Nina Rind, Kunst- und Architekturhistorikerin, KIT Karlsruhe


Wohnen ist existenzielles Grundbedürfnis und alltägliche soziale Praxis, knappes Gut und wohnungspolitische Herausforderung, aber auch Ausgangspunkt und Vision architektonischer Entwürfe und sozial-utopischer Projekte.

Am Beispiel von historischen Konzepten sowie Wohn- und Wohnbauprojekten tastet sich der Vortag an die heutigen Fragen zum Wohnen heran. Dabei geht es zum einen um die physische Umgebung des Wohnens, dem Zimmer, der Wohnung, dem Haus, dem Zelt etc. Es geht aber auch um die Dimension unserer sozialen Umwelt: Mit wem wohnen wir? Das können die Stadt, die Nachbarschaft, die Familie, die Mitwohnenden sein. Eine dritte Dimension wird durch die Dinge mit denen wir wohnen bestimmt. Und schließlich sollen mit einer vierten Dimension auch nicht menschliche Mitwohnende in die Diskussion über unsere Wohnumwelt eingeführt werden: Tiere wie Pflanzen, drinnen wie draußen. Anders als in der Architekturgeschichte üblich wird hier der Fokus auf die Alltäglichkeit und Sinnlichkeit des Wohnens in diesen vier Dimensionen gelegt und als tiefergehende Befragung teilweise gut bekannter historischer Beispiele exemplarisch diskutiert.


Dienstag, 28. Mai 2024, 16:30 - 18:00 Uhr

"Experimental Everything – das Leben als künstlerisches Experiment"

Prof. Dr. Moritz Klenk, Kulturwissenschaftler, Hochschule Mannheim

Experimente dienen, so die allgemeine Überzeugung, der Überprüfung von Hypothesen, um noch unbekannte Antworten auf bekannte Fragen zu finden. Doch dann führen Experimente einen oft auf ungeahnte Abwege, Umwege oder bringen vollkommen Unvorhergesehenes hervor. Und was fängt man nun damit an? Und was macht man, wenn man nicht nur auf der Suche nach Antworten, sondern vielleicht auf der Suche nach anderen, neuen Fragen ist?

Der Vortrag stellt Beispiele und Formen zwischen Kunst und Wissenschaft vor, in denen das das Experiment zur Haltung, zur Experimentalität geworden ist, die das ganze Leben erfasst. Was geschieht, wenn man das ganze Leben zu einem großen Experiment — oder zu einem Kunstwerk erklärt? Welche Dynamik kann entstehen, wenn nicht nur das Leben zum Experiment, sondern auch umgekehrt das Experiment lebendig, vom Leben mitgerissen wird? Und auf welche Weise ergänzt die Kunst ein wissenschaftliches Verständnis von Experiment und führt noch darüber hinaus? Ist das noch Wissenschaft oder Kunst oder … Magie?

Lassen Sie sich irritieren und inspirieren, von radikalen Versuchen in Künsten und Wissenschaften, Experimenten zwischen Wissenschaft, Kunst und (echter) Magie, und zur Frage verführen: was wird Ihr nächstes Experiment sein?


Mittwoch, 26. Juni 2024, 18:00 - 19:30 Uhr

"Die Küche als Labor und Atelier: Beobachtungen aus der Experimentellen Kulturwissenschaft"

Prof. Dr. Moritz Klenk, Kulturwissenschaftler, Hochschule Mannheim, anschließend offener Abend mit kleinen Speisen und Getränken in der Parasite Kitchen

Die Küche ist seit jeher und oft noch immer das Zentrum jeder Wohnstätte und damit das Herz praktisch jeder (Wohn-/Lebens-) Gemeinschaft. Wenn man die Frage nach dem Wie zusammen leben stellt, so muss man sie also… in der Küche stellen! Dort werden ohnehin die wirklich wichtigen Fragen verhandelt. Zugleich gilt die Küche als profaner Ort des gewöhnlichen Lebens — fast unvorstellbar, dass er für die Kunst oder Wissenschaft von Interesse sein sollte. Aber gerade darum: müsste man nicht die Küche als Labor und Atelier des wirklichen Lebens verstehen? Und was würde man mit einem solchen Perspektivenwechsel sehen lernen? 

Einrichten, ordnen, zubereiten, kochen, miteinander essen, abspülen, aufräumen, usw. — der Vortrag versucht all das als künstlerische Praxis und wissenschaftliche Methoden zu denken. Als eine große Fülle an sinnlichen, praktischen, theoretischen, ästhetischen Mitteln des Wie zusammen Lebens. Hier kommen Hitze, Zutaten, Körper, Ästhetik, Lust, Technik und Wissen zusammen. Kommen Sie vorbei — und bringen Sie Appetit auf Inspiration mit.


Mittwoch, 3. Juli, 18.00 - 19:30 Uhr

Artist Talk: "Parasiten in der Küche. Was parasitäre Kunst alles mit einer Küche zu tun haben könnte."

Jakob Wirth, Künstler und PhD Kandidat in Künstlerischer Forschung, Bauhaus Universität Weimar.

mit anschließender Parasite Kitchen und Getränken

An der Parasite Kitchen/Skulpturenplatz






19:30 Uhr / 120 Min.
Di. 16. 04.
Sonderveranstaltung zzgl. Eintritt

Film & Kunst Spezial: Edgar Schmandt: Im Homosapiensgelände

Information zum Termin

Die Filmvorführung findet im Rahmen der Ausstellung EDGAR SCHMANDT der Künstlernachlässe Mannheim statt
Öffnungszeiten Do + Fr 16 – 19, Sa 13 – 17 Uhr
S 4,17


Edgar Schmandt schuf Gemälde und Grafiken, aber auch Gedichte und Prosa – seit 1956 lebte der im Jahr 2019 verstorbene Künstler in Mannheim, sein Atelier befand sich in der alten Sternwarte. Er zählte zu den wichtigsten Künstlern der Region, 2016 wurde ihm der Erich-Heckel-Preis für sein künstlerisches Lebenswerk verliehen. Im Jahr 2009 schuf der Mannheimer Filmemacher Norbert Kaiser diesen Dokumentarfilm über Edgar Schmandt und sein umfangreiches Werk. In Interviews mit dem Weggefährten und Fotografen Robert Häusser sowie dem ehemaligen Kurator der Mannheimer Kunsthalle Dr. Jochen Kronjäger wird das Werk des Wahl-Mannheimers Schmandt beleuchtet. Der Film streift die verschiedenen Arbeiten und Themenkomplexe des Künstlers in einem filmischen Kaleidoskop und offenbart das beeindruckende malerische Werk. Skizzierte Köpfe stehen neben den Erscheinungen einer verrückten Welt, der Krieg neben Glaubensfragen und die moderne Technik neben der universellen und fantastisch-realistischen Lyrik und Prosa dieses großen Mannheimer Künstlers.
 

In Kooperation mit Künstlernachlässe Mannheim und Kunsthalle Mannheim


Einführende Gesprächsrunde mit dem Regisseur Norbert Kaiser und Dr. Susanne Kaeppele (Künstlernachlässe Mannheim) 
 

18:00 Uhr / 90 Min.
Mi. 17. 04.
Öffentliche Führung zzgl. Eintritt

QUEERING HOOVER / Ausstellungserkundung und Gespräch mit Christina Bauernfeind und Christina Bergemann

Information zum Termin

Nan Hoover gehört seit den 1970er-Jahren zu den wichtigsten Pionier*innen der internationalen Video- und Performancekunst. Bisher unbekannt ist ihre frühe Schaffensphase als Malerin geblieben. In der Kunsthalle Mannheim sind Hoovers Pop-Art-Gemälde und Zeichnungen nun erstmals in der aktuellen Ausstellung "Hoover Hager Lassnig" zu sehen. Sie sind nicht nur Schlüsselmomente ihrer Selbstfindung als Künstlerin, sondern auch Ausdruck einer vielfältigen Suche nach Intimität, Erotik und sexueller Identität in Zeiten der Friedensbewegung und der Hippiekultur Ende der 1960er- und Anfang der 1970er-Jahre. Love, Sex, Rock’n’Roll - Dominanz, Nähe, Befreiung? Hoovers Kunst bewegt sich in einem kontrastreichen Spannungsfeld von Körperwahrnehmung und Introspektion, Genderfluidität und queerer Liebe. In entspannter Atmosphäre erkunden wir im offenen Gespräch mit der Kuratorin Christina Bergemann und der Kunstvermittlerin Christina Bauernfeind queere Zugänge, Deutungen, Reflexionen und Möglichkeitsräume in Nan Hoovers Arbeiten. Kurzbiografien Christina Bauernfeind ist Hochschuldozentin für Kunst und ihre Vermittlung und Künstlerin mit Fokus Gegenwartskunst, Installation und Performance. Sie forscht künstlerisch-kollaborativ zur kritischen Kontextualisierung von Identität, intersektionaler Gleichberechtigung, der Dekonstruktion klassischer Narrative und Queerness. Sie ist dabei in verschiedenen fluiden Positionen aktiv: dramaturgisch, kuratorisch, als Performerin und Autorin. Außerdem gestaltet sie feministische Workshops, dialogische Führungen, Vorträge, Seminare und individuelle Vermittlungsformate für freie Häuser, Einzelkünstler*innen und Kunst- Kultur- und Wissenschaftsinstitutionen. Sie hat Philosophie, englische Literatur- und Sprachwissenschaft, sowie Kunstwissenschaft mit Schwerpunkt Queer Theory und kritische Ästhetik studiert. Christina Bergemann studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Museologie in Dresden, Paris und Heidelberg. Als Kuratorin und Kunsthistorikerin widmet sie sich interdisziplinären und feministischen Diskursen im Spannungsfeld von Kunst und Protest, Performance und Pop-Kultur. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören die Malerei der Moderne, kollektive Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts sowie zeitgenössische Video- und Performancekunst. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der LSBTI-Beauftragung der Stadt Mannheim statt. Sie ist Teil des Rahmenprogramms von OPEN DYKES 2024 - das Lesben und FNTA*-Festival Rhein-Neckar.

https://open-dykes.de/

www.mannheim.de/lsbti