Restaurierung

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Restauratorin Katrin Radermacher reinigt Édouard Manets "Die Erschießung Kaiser Maximilians"

Projekt: BildPaten

Rund 2.300 Gemälde, 860 Skulpturen und Installationen, 34.000 Graphiken und 800 Objekte der angewandten Kunst – so umfangreich ist der aktuelle Bestand der Sammlung der Kunsthalle Mannheim.  Damit diese Kunstschätze auch für zukünftige Generationen erhalten bleiben, sind aufwändige und kostenintensive Restaurierungen notwendig.

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Marc Chagalls "Die Braut mit dem Blumenstrauß" vor und nach der Restaurierung (Marc Chagall, Die Braut mit dem Blumenstrauß, 1924-1925, VG Bild-Kunst Bonn, 2022)

Aus diesem Grund hat die Kunsthalle gemeinsam mit dem Förderkreis für die Kunsthalle Mannheim e. V. im Jahr 2009 das Projekt BildPaten ins Leben gerufen, um mit privaten Spenden dringend notwendige Restaurierungsarbeiten zu finanzieren. Bislang konnten dank dieser Unterstützung 36 Gemälde, sechs Skulpturen und elf Grafiken sowie rund 60 Rahmen für über 300.000 Euro restauriert werden. Dennoch warten noch zahlreiche weitere Werke auf konservatorische Behandlung.

Mehr Informationen finden Sie in unserem Flyer. Die Werklisten beinhalten die Bilder, Skulpturen, Rahmen oder Grafiken, die aktuell einen Paten suchen.

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Diese Werke warten noch auf Sie!

Werkliste für Bild- oder Rahmenpaten

Werkliste für grafische Arbeiten

FLYER (DOWNLOAD PDF)

Kontakt:
Dr. Inge Herold
Stellvertretende Direktorin/Kuratorin Malerei
+49 621 293 6437
inge.herold@mannheim.de

 

Forschung: Schwingungsmessungen

Kunst – ob Malerei oder Skulptur – ist permanent Schwingungen und Stößen ausgesetzt. Doch welche mechanischen Belastungen schädigen die Kunstwerke? Welche Rolle spielt das Eigenschwingungsverhalten? Während der Restaurierung von Max Beckmanns Gemälde „Fastnacht“ (1925) in den Jahren 2017 und 2018 setzte sich ein Forschungsteam, bestehend aus Restauratorinnen der Kunsthalle Mannheim sowie Dr. Kerstin Kracht, Ingenieurin für Schwingungstechnik, mit genau diesen Fragen auseinander.

2021 wurde das Projekt fortgesetzt. Hierfür untersuchte das Forschungsteam künstlich gealterte Gemäldedummies mit spezifischem Bildträger, Malschichtaufbau und Schädigung in verschiedenen Konfigurationen schwingungsmesstechnisch. So sollte unter anderem herausgefunden werden, welcher Schwingschutz der Beste für ein Gemälde ist und was es für die mechanische Stabilität eines Bildes bedeutet, wenn Risse im Zuge von Restaurierungsarbeiten vernäht oder verklebt werden.